Kastanienreis
in Österreich, Südtirol und Ungarn verbreitete Süßspeise
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Kastanienreis, Maronireis, Maronipüree[1][2], ungarisch Gesztenyepüré Kastanienpüree[3], ist eine in Österreich, Südtirol und Ungarn verbreitete Süßspeise oder Garnitur. Die Bezeichnung geht wohl auf eine gewisse Ähnlichkeit im Aussehen zu Reis zurück und stammt aus der Altwiener Küche.

Hierzu werden Edelkastanien gekocht und anschließend faschiert – alternativ kann man auch gekauftem Kastanienpüree verwenden – und mit Staubzucker und Rum, eventuell auch mit etwas Vanillezucker vermengt.[4] Serviert wird Kastanienreis mit Schlagobers oder mit Vanilleeis, eventuell garniert mit Amarenakirschen.
Andere Bedeutungen
Die in der Schweiz verbreiteten Vermicelles sind eine ähnliche Süßspeise. Die japanischen Kuri Okowa (japanisch 栗おこわ) und Kurigohan (japanisch 栗ご飯) sind ebenfalls „Kastanienreis“, allerdings hier wirkliche Reisgerichte mit Kastanien.[5][6]
Literatur
- Ewald und Mario Plachutta: Klassiker der Wiener Küche.
- Franz Maier-Bruck: Das große Sacher Kochbuch. 1975, ISBN 3-7796-5070-3, S. 572.