Katholische Friedensstiftung
Konzeption einer neuen Friedensordnung
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Die Katholische Friedensstiftung hat bis 2024 das Institut für Theologie und Frieden (ithf) in Hamburg gefördert, das seit über 30 Jahren die ethischen Grundlagen des Friedens erforscht und in die aktuelle politische und kirchliche Debatte hineinträgt. Ziel war die Konzeption einer neuen Friedensordnung, in der die Stärke des Rechts das Recht des Stärkeren ablöst. Der Leitsatz der Stiftung lautete: „Frieden beginnt im Kopf“.[1]

Die Stiftung
Die Stiftung war eine Treuhandstiftung bürgerlichen Rechts unter der Dachstiftung Katholische Soldatenseelsorge. Ihr Anfangsvermögen beträgt 800.000 Euro. Sie wurde 2010 errichtet. Die Geschäftsstelle befand sich im Haus der Katholischen Akademie in Hamburg, dort wiederum in dem Räumlichkeiten des ithf. Die Katholische Friedensstiftung richtete ihre Arbeit als Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen an dessen „Grundsätzen guter Stiftungspraxis“ und den „Grundsätzen guter kirchlicher Stiftungspraxis“ aus. Zum Ende des Jahres 2024 wurde die Treuhandstiftung auf Initiative des Katholischen Militärbischofs Overbeck in ihre Dachstiftung (Katholische Soldatenseelsorge) überführt und ist seitdem nicht mehr mit eigenem Profil tätig.[2]
Tätigkeitsbereiche
Die Stiftung war ausschließlich fördernd und nicht selbst operativ tätig. Stiftungszweck war die Förderung des Instituts für Theologie und Frieden, dem einzigen katholischen „Think Tank“ Europas zur Friedensethik.
Unterstützer
Zu den Unterstützern der Stiftung gehörten:
- Peter Frey (ZDF-Chefredakteur)
- Wolfgang Ischinger (Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz)
- General a. D. Karl-Heinz Lather (ehem. Stabschef NATO-Hauptquartier)
- Elke Hoff (MdB, Sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion)
- Karin Kortmann (Vizepräsidentin des Zentralkomitees Deutscher Katholiken)
- Josef Winkler (ehemaliger MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
- Andreas Schockenhoff (MdB, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion; † 2014)