Katja Sabisch
Soziologin und Professorin der Gender Studies
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Werdegang
Sabisch legte 1994 das Abitur am Gymnasium in Lennestadt ab und nahm zum Wintersemester 1995/1996 das Soziologie-Studium an der Universität Bielefeld auf, das sie 2002 mit einer Diplomarbeit zum Thema Im Zeichen des Postfeminismus - Postfeministische Zeichen? Zur Problematisierung des feministischen Subjektes im Kontext politischer Handlungsfähigkeit (Note: sehr gut) abschloss. Während des Studiums engagierte sie sich u. a. im Allgemeinen Studierendenausschuss der Uni Bielefeld. Folgend promovierte sie ebendort bis 2007 bei Wolfgang Krohn und Gunnar Stollberg zum Thema Das Weib als Versuchsperson. Medizinische Menschenexperimente im 19. Jahrhundert am Beispiel der Syphilisforschung (Note: summa cum laude).
Während ihrer Promotionszeit war Sabisch wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Emmy-Noether-Forschungsgruppe der DFG zu Kulturgeschichte des Menschenversuchs am Germanistischen Seminar der Universität Bonn. Im Jahr 2008 arbeitete sie einige Monate am Institut für Geschichte der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.[3] Von 2008 bis 2015 war sie Junior-Professorin für Gender Studies an der Fakultät für Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, seitdem ist sie ordentliche Professorin für Gender Studies ebendort.[3]
Sabisch lebt in Düsseldorf.[2] Sie ist verheiratet und Mutter einer Tochter (* 2010).[4]
Sie spielte in ihrer Jugend Fußball und ist Anhängerin von Borussia Dortmund.[2]
Forschung
In ihrer Forschung befasst sich Sabisch mit wissenssoziologischen Fragen, insbesondere in den Feldern Medizin, Körper und Geschlecht.[5] Darüber hinaus behandelt sie postfeministische Theorien sowie Fan- und Fußballkultur als gesellschaftliches Phänomen.[2][5][6][7]
Publikationen (Auswahl)
Monografien
- Der Mensch als wissenschaftliche Tatsache. Wissenssoziologische Studien mit Ludwik Fleck. Kadmos Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-86599-290-1.
- Das Weib als Versuchsperson. Medizinische Menschenexperimente im 19. Jahrhundert am Beispiel der Syphilisforschung. Transcript Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-8394-0836-0.
Herausgeberschaft
- Katja Nowacki/Katja Sabisch/Silke Remiorz (Hrsg.): Junge Männer in Deutschland. Einstellungen Junger Männer mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zu Gender und LSBTI. Springer VS, Wiesbaden 2022, ISBN 978-3-658-39235-2.
- Beate Kortendiek/Birgit Riegraf/Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Springer VS, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-12496-0.
- Anna Sieben/Katja Sabisch/Jürgen Straub (Hrsg.): Menschen machen. Die hellen und die dunklen Seiten humanwissenschaftlicher Optimierungsprogramme. Transcript Verlag, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-8394-1700-3.
Weblinks
- Katja Sabisch auf der Website der Ruhr-Universität Bochum
- Literatur von und über Katja Sabisch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Katja Sabisch bei Perlentaucher