Kees de Vries
niederländisch-deutscher Politiker (CDU), MdB
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Cornelis „Kees“ Petrus Jozef de Vries (* 30. August 1955 in Nibbixwoud, Niederlande; † 13. Oktober 2025 in Zerbst) war ein niederländisch-deutscher Politiker in Deutschland (CDU). Er war von 2013 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben
Kees de Vries übernahm nach einer Ausbildung zum Landwirt und mehreren Jahren Tätigkeit in diesem Beruf im Jahre 1982 den Hof seiner Eltern. Er war ab 1985 verheiratet und hatte sechs Kinder. Ehrenamtlich war er Elternvertreter in der Schule und Kirchenvorstand in seiner katholischen Pfarrei, weiter übernahm er im Bauernverband und mehreren Fördervereinen Verantwortung.
Nach der Wende in der DDR übernahm de Vries 1992 in Deetz (Zerbst) eine ehemalige Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. Die Geschäftsführung des Betriebes, der Vrieswoud KG, hat sein ältester Sohn übernommen.
Er wurde am 17. Juni 2005 deutscher Staatsangehöriger. Er verstarb am 13. Oktober 2025 im Alter von 70 Jahren an den Folgen eines Sturzes auf dem Betriebsgelände seines Hofes.[1][2][3]
Abgeordneter
Er trat 1999 in die CDU ein. Ab 2003 war er Kreistagsabgeordneter im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
2009 kandidierte er erstmals für den Bundestag im Bundestagswahlkreis Anhalt, unterlag aber Jan Korte, dem Kandidaten der Linken. Bei der Bundestagswahl 2013 gewann Kees de Vries mit 41,0 Prozent der Erststimmen das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Anhalt, bei der Bundestagswahl 2017 verteidigte er es. De Vries war ordentliches Mitglied im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft.[4] Zudem gehörte er als stellvertretendes Mitglied sowohl dem Ausschuss für Wirtschaft und Energie als auch dem Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz an.
Für die Bundestagswahl 2021 konnte er sich bei der Nominierung des CDU-Kandidaten für den Wahlkreis nicht mehr durchsetzen.[5]
Literatur
- Matthias Holluber: Ich glaube nicht an Zufall. In: KirchenZeitung, Ausgabe 13/2018, 1. April 2018.