Keferburg
abgegangene Turmhügelburg bei der Stadt Villingen-Schwenningen im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg
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Die Keferburg, auch Käferburg genannt, ist eine abgegangene Turmhügelburg bei der Stadt Villingen-Schwenningen im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg.
| Burg Keferburg | ||
|---|---|---|
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Villingen-Schwenningen | |
| Entstehungszeit | 13.–14. Jahrhundert | |
| Burgentyp | Niederungsburg | |
| Erhaltungszustand | abgegangen | |
| Ständische Stellung | Adlige | |
| Geographische Lage | 48° 4′ N, 8° 27′ O | |
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Geschichte
Die kleine Burg wurde im Jahre 1417 erstmals urkundlich als Keferburg erwähnt und war ein Herrschaftssitz aus dem Geschlecht der Kefer. Welche Ministeriale die Burg bewohnten, ist jedoch nicht bekannt.
Die Anlage lag außerhalb der Stadt Villingen und war direkt mit der Stadtmauer verbunden. Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) wurde die Stadt Villingen zwischen den Jahren 1633–1634 durch schwedische Truppen, sowie im Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) im Jahre 1704 durch französische Truppen belagert. Vermutlich wurde die Keferburg durch diese Konflikte stark beschädigt oder komplett zerstört.
Danach fielen die Reste der Burg wieder in die Hände der Villinger, die Überreste vollständig abtrugen, denn von der Burg ist heute nichts mehr erhalten. Nur ein kleiner aufgeschütteter Hügel, der als Käferberg bezeichnet wird und Spuren in der heutigen Stadtmauer erinnern an den einstigen Standort der Burg.[1]
Ob die Keferburg tatsächlich existierte oder ob sie nur eines Grafen Stadthaus war, ist nicht geklärt. Ganz unbedeutend konnte die Anlage allerdings nicht gewesen sein, denn Herzog Albrecht VI. aus Österreich nutzte die Burg im Jahre 1444, um den Krieg gegen die Schweizer zu beschließen.[2][3]
