Ken Sema

schwedischer Fußballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Ken Nlata Sema (* 30. September 1993 in Norrköping) ist ein schwedischer Fußballspieler, der aktuell beim Paphos FC unter Vertrag steht. Der Mittelfeldspieler nahm mit der schwedischen U-23-Auswahl an den Olympischen Spielen 2016 teil und debütierte 2017 in der A-Nationalmannschaft.

Schnelle Fakten Personalia, Junioren ...
Ken Sema
Ken Sema (2019)
Personalia
Voller Name Ken Nlata Sema
Geburtstag 30. September 1993
Geburtsort Norrköping, Schweden
Größe 177 cm
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
0000–2013 IFK Norrköping
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2013–2014 IFK Norrköping 0 0(0)
2013  IF Sylvia (Leihe) 22 0(4)
2014–2015 Ljungskile SK 60 (11)
2016–2018 Östersunds FK 58 0(8)
2018–2025 FC Watford 159 (12)
2019–2020  Udinese Calcio (Leihe) 32 0(2)
2025– Paphos FC 22 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2016 Schweden Olympia 4 0(1)
2017– Schweden 31 0(5)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 31. Oktober 2025

2 Stand: 31. Oktober 2025

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Werdegang

Ebenso wie sein ebenfalls Fußball spielender Bruder Maic Sema kam Sema als Sohn kongolesischer Einwanderer in Schweden zur Welt.[1] Er begann mit dem Fußballspielen beim IF Sylvia, den er jedoch bereits im Jugendbereich in Richtung IFK Norrköping verließ. Dort setzte er sich jedoch im Erwachsenenbereich nicht durch, so dass er 2013 wieder an seinem Heimatverein in die drittklassige Division 1 verliehen wurde. Anfang 2014 wechselte er in die zweitklassige Superettan, wo er bei Ljungskile SK einen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnete.[2] Unter Trainer Tor-Arne Fredheim war er auf Anhieb Stammspieler und bestritt alle 30 Saisonspiele, in denen er sieben Tore erzielte. Am Ende der Zweitliga-Spielzeit 2014 belegte er mit der Mannschaft den dritten Tabellenplatz, durch zwei Niederlagen in der anschließenden Relegation gegen Gefle IF verpasste er jedoch den Erstligaaufstieg. Auch in der folgenden Spielzeit stand er in allen 30 Partien auf dem Platz, zum Erreichen des sechsten Tabellenplatzes trug er mit vier Saisontoren bei.

Im Januar 2016 wechselte Sema zum Erstligaaufsteiger Östersunds FK. Auch hier war er unter Trainer Graham Potter schnell Stammspieler und rückte in den Fokus der Verantwortlichen des Svenska Fotbollförbundet. In der Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro debütierte er in der schwedischen Auswahlmannschaft für Olympia, wo er alle drei Turnierspiele bestritt. Nach einem Unentschieden und zwei Niederlagen in der Gruppenphase war das Turnier für die nordeuropäische Auswahl frühzeitig beendet. Durch die Turnierteilnahme hatte er einen Teil der Saison in der Allsvenskan verpasst und zeitweise seinen Stammplatz verloren. Dennoch nominierte ihn Nationaltrainer Janne Andersson für die Auftaktländerspiele 2017, wo er beim 6:0-Erfolg über die Slowakei in der A-Nationalmannschaft debütierte. Der weitere Saisonverlauf war ebenfalls für ihn erfolgreich, im Mai 2017 zog er mit seinem Klub ins Endspiel um den schwedischen Fußballpokal ein. Durch einen 4:1-Erfolg über IFK Norrköping durch Tore von Samuel Mensiro, Hosam Aiesh, Alhaji Gero und Saman Ghoddos bei einem Gegentreffer von Linus Wahlqvist gewann er den Titel, mit dem sich der Verein erstmals für den Europapokal qualifizierte. In der UEFA Europa League 2017/18 erreichte die Mannschaft anschließend nach Erfolgen über Galatasaray Istanbul und PAOK Thessaloniki die Gruppenphase.

2018 wechselte Sema zum englischen Klub FC Watford, bei dem er einen Fünfjahresvertrag unterzeichnete.[3] Nach einem Jahr mit insgesamt 22 Spieleinsätzen wurde er im Sommer 2019 an den ebenfalls in Besitz von Giampaolo Pozzo befindlichen Schwesterklub Udinese Calcio verliehen.[4] Anschließend kehrte er zum zwischenzeitlich in die zweitklassige EFL Championship abgestiegenen Klub zurück, wo er in der Spielzeit 2020/21 Leistungsträger beim direkten Wiederaufstieg in die Premier League war. Mit der schwedischen Auswahl erreichte er bei der Europameisterschaft 2021 das Achtelfinale, wo Schweden gegen die Ukraine ausschied.

Sema belegte mit dem FC Watford am Ende der Premier-League-Saison 2021/22 nur einen Abstiegsplatz, blieb aber beim Klub in den folgenden Jahren in der Championship Stammspieler im Mittelfeld. Unter Trainer Tom Cleverley rückte er im Laufe der Spielzeit 2024/25 zunehmend ins zweite Glied und stand ab Dezember 2024 nicht mehr im Kader. Im Januar 2025 folgte er daher einem lukrativen Angebot des zyprischen Klubs Paphos FC.[5] Mit dem Klub gewann er als regelmäßig eingesetzter Spieler der Meisterrunde in der Spielzeit 2024/25 den Meistertitel. In der Qualifikationsrunde zur Gruppenphase der UEFA Champions League 2025/26 blieb er mit der Mannschaft gegen Maccabi Tel Aviv, Dynamo Kiew und den FK Roter Stern Belgrad ohne Niederlage. Beim Debüt des Klubs in der Gruppenphase der UEFA Champions League gegen Olympiakos Piräus feierte er als Einwechselspieler für Jájá ebenso sein Debüt in der „Königsklasse“ und trug somit beim 0:0-Remis zum ersten Punktgewinn bei.

Einzelnachweise

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