Kettentanz
Tanz
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Ein Kettentanz ist ein Tanz, der von drei oder mehr Personen gemeinsam in einer Kette getanzt werden. Die Tänzer fassen sich durch und tanzen seitlich. Diese Form des Tanzes gilt als eher altertümlich und ist heutzutage eher rückläufig.[1] Die Genese der Kettentänze ist nicht einfach nachzuvollziehen, da eine lückenlose Aufarbeitung der Tanzgeschichte aufgrund spärlicher Quellenlage nur schwer möglich ist. Mittels eines Rückgriffes auf schriftliche Quellen (die allesamt erst im Mittelalter beginnen), ikonographisches Material sowie einer etymologischen Analyse von Tanzbegriffen kann der Versuch einer Einordnung unternommen werden. Einige Kettentänze sind vermutlich aus Kreistänzen entstanden, die irgendwann aufgebrochen wurden, um eine zusätzliche Tanzbewegung im Raum zu ermöglichen.
Kettentänze können in Kreiskettentänze und Schlängeltänze unterteilt werden.[1]
Beispiele für Kettentänze sind An Dro, Sirtaki oder Branles. Auch in Asien und Afrika gibt es zahlreiche verschiedene Kreiskettentänze - ‚Guoxie‘ heißt etwa eine Gruppe von Tänzen Tibets, ‚Shhapro‘ ist die Bezeichnung für in der Region Mustang in Nepal zu Hochzeiten, zum Erntedank oder zur Pflanzzeit getanzten Tänzen.[1]