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Khalid Adem

erster in den Vereinigten Staaten wegen Beschneidung weiblicher Genitalien Verurteilter From Wikipedia, the free encyclopedia

Khalid Adem (* 1975 in Äthiopien) ist ein äthiopischer Einwanderer in den USA, der dort als erste Person überhaupt wegen Beschneidung weiblicher Genitalien verurteilt wurde. Er wurde beschuldigt, im Jahre 2001 seiner damals zweijährigen Tochter mit einer Schere die Klitoris entfernt zu haben.[1]

Gerichtsverfahren

Vor Gericht bestritt Adem die Vorwürfe und bekundete, er halte diese Praktik für verwerflich. Die Mutter des Kindes sagte aus, sie habe die Verstümmelung ihrer Tochter erst in deren viertem Lebensjahr bemerkt. Sie äußerte sich darüber: "Dies war eine Verletzung ihrer Rechte als Kind, ihrer Rechte als Frau und vor allem ihrer Rechte als Mensch, sie wird nie wieder dieselbe sein". In einem Video der Tochter, welches aufgenommen wurde, als sie sieben Jahre alt war, beschuldigte diese ihren Vater. Adem wurde 2006 zu einer Gesamtstrafe von 15 Jahren, davon zehn Jahre Gefängnis und fünf Jahre auf Bewährung, verurteilt.[2][3] Die Mutter trennte sich von Khalid Adem und verließ ihn zusammen mit der Tochter.[4]

Nachdem Khalid Adem seine Strafe verbüßt hatte, wurde er abgeschoben.[4]

Der Fall führte dazu, dass in den USA Genitalverstümmelung ausdrücklich unter Strafe gestellt wurde.[4]

Literatur

  • Soraya Mire: The Girl with Three Legs. Lawrence Hill Books 2011, ISBN 978-1-56976-713-9 (englisch).
  • Helen Stacy: Criminalizing Culture. In: International Criminal Law and Philosophy. 2010, ISBN 978-0-521-19151-7, S. 83 (englisch).
  • Helen Stacy: Human Rights for the 21st Century. Stanford University Press, 2009, ISBN 978-0-8047-4539-0, S. 109 (englisch).
  • Charles G. Steffen: Mutilating Khalid. Red Sea Press, ISBN 978-1-56902-332-7 (englisch).

Einzelnachweise

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