Kharpocho
Fort in Gilgit-Baltistan, Pakistan
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Kharpocho oder Karpachu (Balti „Burg des Königs“), auch Fort Skardu, ist eine Festungsruine über der Stadt Skardu in der Region Gilgit-Baltistan im Norden Pakistans, die um 1600 unter König Ali Sher Khan Anchan von Baltistan errichtet und 1857 durch den kaschmirischen Herrscher Ranbir Singh fast vollständig zerstört wurde.
| Kharpocho | |
|---|---|
Kharpocho vom Berggipfel | |
| Alternativname(n) | Fort Skardu |
| Staat | Pakistan |
| Ort | Skardu |
| Entstehungszeit | um 1600 |
| Burgentyp | Höhenburg |
| Erhaltungszustand | Ruine |
| Geographische Lage | 35° 18′ N, 75° 38′ O |
Skardu liegt auf einer Höhe von rund 2300 Metern im Skardu-Tal, das hier vom Indus-Tal abzweigt. Das Fort wurde auf einem steil nach drei Seiten abfallenden Felssporn rund 100 Meter über der Ebene der beiden Täler erbaut. Wasser wurde aus dem nahegelegenen Satpara-See über einen mit Steinen angelegten Kanal herangeführt.
Ali Sher Khan Anchan (1560–1622) war ein Mitglied der Ende des 12. Jahrhunderts gegründeten Makpon-Dynastie, die über ein baltisch-tibetisches Reich herrschte. Ihm wird das Verdienst zugesprochen, erstmals in der Geschichte Baltistan zu einem Reich vereint zu haben, das bis nach Ladakh reichte. Skardu war der Hauptort des Reiches.[1]
Der erste europäische Besucher, der Engländer Godfrey Thomas Vigne, erreichte Skardu 1835 und beschrieb Kharpocho als stark befestigt und primär zu Verteidigungszwecken und weniger für ein bequemes Wohnen ausgerichtet.[2] Eine aus Holz gebaute Moschee auf dem Gelände des Forts zeugt von einem islamischen Einfluss in der Region.
- Steiler Weg zum Eingangstor
- Blick vom Fort nach Süden über die Stadt
- Moschee im Fort, 1924 in ruinösem Zustand
- Von der restaurierten Festungsmauer nach Osten zum Indus, der hier im Vordergrund eine Insel umfließt
Literatur
- Muhammad Azeem, Muhammad Hameed, Rizwan Nadeem, Wajid Bhatti, Shazia Ismat: An Overview on the History & Architecture of Kharpocho Fort Baltistan. In: Bulletin of Business and Economics, Band 13, Nr. 1, 2024, S. 647–652
Weblinks
- Skardu. Tibet Encyclopaedia
