Kindereisenbahn Kiew

Eisenbahnstrecke in der Ukraine From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Kindereisenbahn „Kleine Südwestbahn“ ist eine Schmalspurbahn im Syretski-Park im Nordwesten der ukrainischen Hauptstadt Kiew, die 1953 als Pioniereisenbahn eröffnet wurde.

Kindereisenbahn „Kleine Südwestbahn“
Dampflokomotive Gr-336 (2009)
Dampflokomotive Gr-336 (2009)
Streckenverlauf
Streckenlänge:2,8 km
Spurweite:750 mm (Schmalspur)
Kopfbahnhof Streckenanfang (Strecke außer Betrieb)
Komsomolska Комсомольська
Strecke (außer Betrieb)
Strecke von linksStrecke Anfang Hochstrecke, Ende Hochstrecke und querAbzweig ehemals nach rechts und von rechts
Viadukt (100 m)
StreckeStrecke
Abzweig geradeaus und von linksBetriebs-/Güterbahnhof Streckenende und querStrecke
Depot
BahnhofStrecke von linksAbzweig geradeaus und von rechts
Salisnitschna Залізнична
Abzweig geradeaus und nach linksStrecke nach rechtsBahnhof
Kiew-Pasaschirskij ditjatschij
Київ-Пасажирський дитячий
Haltepunkt / HaltestelleStrecke geradeaus
Parkowa Паркова
Strecke nach linksStrecke querStrecke nach rechts
Mädchen als Fahrdienstleiterin

Die Dienstposten werden von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen, die durch erwachsene Eisenbahner angelernt und somit an Eisenbahnberufe herangeführt werden. Die Betriebsführung liegt bei der Piwdenno-Sachidna Salisnyzja („Südwestbahn“).

Geschichte

Die Strecke wurde am 2. April 1953 als Kleine Südwestbahn eröffnet. Damals betrug ihre Länge 1,9 km. An der Stelle des heutigen Bahnhofs „Wyschenka“ befand sich der Bahnhof „Technitscheskaja“. Der zweite Bahnhof war „Sportiwna“, dessen Name Anfang der 1960er Jahre in „Jablonka“ geändert wurde, sowie der letzte, stillgelegte Bahnhof „Pionierskaja“. In den 1950er Jahren wurde ein Viadukt über eine Schlucht gebaut, der es ermöglichte, die Strecke zu verlängern und einen weiteren Bahnhof – „Komsomolska“ – in Betrieb zu nehmen.

Ende der 1950er Jahre erhielt die Strecke die Diesellokomotive TU1-001 und einige Jahre später eine weitere TU2-021. Die hölzernen Personenwagen wurden durch Metallwagen der Fabrik Pafawag ersetzt. Ende der 1960er Jahre wurde der Abschnitt vom Viadukt bis zum Endbahnhof „Komsomolska“ abgebaut und an seiner Stelle ein Krankenhaus errichtet. Im Zuge des Abbaus dieses Streckenabschnitts wurde der Viadukt mit dem Bahnhof Jablonka verbunden. So entstanden zwei Schleifen, eine kleine und eine große. Die gesamte Strecke wurde auf 2,8 km verkürzt.

Empfangsgebäude des Bahnhofes Kiew-Pasaschirskij ditjatschij

Mitte der 1980er Jahre begann die Modernisierung der Strecke. Es wurden 4 neue Wagen des Typs PW51 beschafft, die jedoch aufgrund ihres geringeren Komforts – im Vergleich zu den Pafawag-Wagen – nicht lange im Einsatz waren.

1986 wurde der Betrieb auf der kleinen Schleife eingestellt. Seitdem wurde sie nur noch für Rangierfahrten genutzt.

1991 trafen zwei Lokomotiven der Baureihe TU7A: TU7A-3192 und TU7A-3197 ein. 1992 wurde die Lokomotive TU1-001 außer Dienst gestellt.

Lokomotive TU7A

Mit dem Zerfall der Sowjetunion brachen für die Eisenbahn schwierige Zeiten an. Ihr drohte die vollständige Schließung mangels Finanzierung.

Am 31. Dezember 1998 brach im Bahnhof „Pionierskaja“ ein Brand aus, bei dem das hölzerne Empfangsgebäude aus den 1950er Jahren niederbrannte. 1999 wurde der Bahnhof „Jablonka“ abgerissen und die Lokomotive TU1-001 verschrottet. Im Winter 1999/2000 demontierten Metalldiebe die Lokomotive TU2-021.

2001 gelang es, die Lokomotive TU2-021 wieder aufzubauen, und zusätzlich schenkte das Bahnbetriebswerk Darnyzja eine weitere Lokomotive TU2-165, die als Reserve diente. Im selben Jahr wurde vor Saisonbeginn der Bahnhof „Jablonka“ wieder aufgebaut und in der Nähe des Bahnhofs „Technitscheskaja“, dessen Name in „Wyschenka“ geändert wurde, eine Lokomotivwerkstatt errichtet.

2002 wurde der Betrieb auf der kleinen Schleife wieder aufgenommen. Im Jahr 2005 wurde vor Saisonbeginn die Lokomotive TU2-021 verschrottet. Im Mai 2005 kehrte die Dampflokomotive Gr-336 nach einer Generalüberholung zurück. Sie verkehrt derzeit gelegentlich an Feiertagen, wird aber nicht von Kindern bedient. 2006 wurde die Lokomotive TU2-165 nach Hajworon gebracht.

Die Bahn wird auch während des Russisch-Ukrainischen Krieges betrieben; die Betriebsaufnahme 2025 wurde medial kommuniziert.[1] Im Februar 2026 wurde kommuniziert, dass die Bahn nun ganzjährig betrieben werden und nicht von der Verfügbarkeit von elektrischer Energie abhängig sei.[2]

Fahrzeuge

Aktuell

Ehemalige Fahrzeuge

  • Diesellokomotive TU1-001
  • Diesellokomotive TU2-021, TU2-165
  • 6 hölzerne Personenwagen
  • 4 Personenwagen des Typs PW51

Besonderheit

Als Besonderheit besitzt die Bahn einen im Jahr 1889 für die Steyrtalbahn gebauten Güterwagen.[5]

Strecke

Viadukt mit Dampfzug, bestehend aus Zweiachsern

Die Strecke wurde zunächst als Gleisschleife erbaut, mit der Erweiterung um eine Stichstrecke glich sie der Form eines Ballons. Als Besonderheit wurde ein Viadukt mit 19,6 Metern Höhe und 100 Metern Länge erbaut. Mit der Neutrassierung der Stichstrecke ergab sich ein großer Rundkurs, in dessen Zentrum als Querverbindung ein Teil der ursprünglichen Gleisschleife verläuft.

Einzelnachweise

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