King Von

amerikanischer Rapper From Wikipedia, the free encyclopedia

King Von (* 9. August 1994 in Chicago, Illinois; bürgerlich Dayvon Daquan Bennett; † 6. November 2020 in Atlanta, Georgia)[1][2] war ein US-amerikanischer Rapper. Er stand bei Only the Family, dem Label von Lil Durk und Empire Distribution unter Vertrag.

King Von (2019)

Kindheit

King Von verbrachte seine Kindheit größtenteils in Parkway Garden Homes, einem Apartmentkomplex südlich von Chicago.[3] Die Apartments waren auch gleichzeitig die ersten Wohneigentümer afroamerikanischer Bürger von Chicago, die aufgrund von politischen Spannungen unter Wohnungsmangel litten. Zu den früheren Bewohnern zählt auch die ehemalige First Lady Michelle Obama.[4][5] In den letzten Jahren wurde der Komplex jedoch zum Zentrum eines der gewalttätigsten Blöcke Chicagos. Der Komplex ist im National Register of Historic Places aufgeführt.[6]

King Von wuchs mit Lil Durk und Chief Keef, der dort ebenfalls ansässig war, auf. Er war unter seinem Nicknamen Grandson bekannt und Mitglied der Gang Black Disciples. Diesen Namen erhielt Von im Gefängnis, als Leute, die ihn kannten, ihn sahen und sagten, dass er sie an David Barksdale erinnere, den Gründer der Gang.

Im Alter von 16 Jahren musste Von erstmals ins Gefängnis. 2014 verdächtigte die Polizei ihn, den Mord an einer 17-Jährigen begangen zu haben.[7] Im selben Jahr wurde er außerdem für den Mord an einer weiteren Person verhaftet, aber im Jahr 2017 aufgrund mangelnder Beweise wieder entlassen[8]. Daraufhin begann er 2018 zu rappen und arbeitete mit Lil Durk an seiner Musikkarriere. Später nahm ihn Lil Durk bei seinem Label OTF (Only the Family) Entertainment unter Vertrag.[9]

Karriere

Nachdem Lil Durk ihn bei seinem Label OTF (Only The Family) unter Vertrag genommen hatte, veröffentlichte Von 2018 die Single Crazy Story, die auch gleichzeitig für seinen Durchbruch sorgte.[10]

2019 am Valentinstag veröffentlichte seine damalige Freundin Asian Doll den Track Grandson, wo Von einen Beitrag im Musikvideo leistete.[11]

Im Mai veröffentlichte er zusammen mit Lil Durk Crazy Story 2.0. Der Release platzierte sich auf Platz 20 der Bubbling Under 100-Charts.[12][13] Am 13. September 2019 erschien der dritte Teil Crazy Story Pt. 3.[14]

Am 9. Juli erschien die Kollabo-Single Like That mit Lil Durk.[15] Am 2. September wurde die Single What It’s Like veröffentlicht, was auch gleichzeitig eine Single-Auskopplung vom Mixtape Grandson Vol. 1 war.[16] Am 19. September erschien das Mixtape mit 15 Songs. Die Veröffentlichung debütierte auf Platz 75 der Billboard-200-Charts und auf Platz 27 bei den Hip-Hop/R&B-Charts.[17][18][19] Am 29. November veröffentlichte er mit YNW Melly Rolling zusammen mit seinem Musikvideo.[20]

Am 21. Februar 2020 veröffentlichte Von Took Her to the O, was sich zu seinem populärsten Song entwickelte.[21] Der Song war Teil seines LeVon James Mixtapes, das am 6. März 2020 erschien und auf Platz 63 in den Billboard-Charts debütierte.[22][23] Das Mixtape beinhaltet Gastbeiträge von NLE Choppa, Tee Grizzley, G Herbo, Lil Durk und YNW Melly, neben vielen anderen.[24]

Am 29. April erschien Grandson for President, was ebenfalls wie seine Breakthrough-Single Crazy Story ihm mehr an Popularität verschaffte. Ende Juli erschien Why He Told, gefolgt von All These N***as. Letzteres ging viral und generierte über 30 Millionen Aufrufe.[25][26]

Rechtskonflikte

Im November 2012 wurde Von wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und ins Cook-County-Gefängnis gebracht.[27] Am 24. Juli 2014 verhaftete die Polizei Von ein weiteres Mal, da er dieses Mal unmittelbar mit einer Schießerei, die im Mai desselben Jahres stattfand, in Verbindung gebracht wurde. King Von wurde daraufhin des Mordes und versuchten Mordes angeklagt. Die Schießerei fand an der 5700 South Lasalle Street in Englewood, Chicago statt.[28] Nachdem man keine aussagekräftige Zeugenaussage und keine klare Identifizierung der Täter feststellen konnte, wurden die Anklagen Ende 2017 wieder fallen gelassen.

In einem Interview mit dem Breakfast Club erklärte Lil Durk, dass er Von animieren wollte, Musik zu machen, um Problemen aus dem Weg zu gehen.[29]

Im Juni 2019 wurden King Von und Lil Durk verhaftet, da beide erneut mit einer Schießerei in Atlanta in Verbindung gebracht wurden. Beide wurden zu einer Anhörung eingeladen, wurden jedoch aufgrund mangelnder Beweise freigelassen.[30]

Tod

Am 6. November 2020 war King Von in eine Auseinandersetzung verwickelt. Der Vorfall fand in der Innenstadt vor dem Eingang eines Nachtclubs in Atlanta gegen 3:20 Uhr Ortszeit statt. Sicherheitskameras dokumentierten das Geschehen. Zwischen zwei Gruppen eskalierte ein Streit.[31] Dabei wurden Schüsse abgegeben, die King Von tödlich trafen.[32] Außer ihm starb noch eine weitere Person, drei weitere wurden schwer verletzt. Auf dem Weg ins Krankenhaus befand er sich in kritischem Zustand.[33] Im Laufe des Tages wurde sein Tod bestätigt. Er hinterlässt zwei Kinder.[34][35]

Rapper Quando Rondo, der zu einer rivalisierenden Gang gehört, stand indirekt in Verbindung zu dem Fall, welcher 2021 mit einer Kaution von 100.000 Dollar abgeschlossen wurde.[36] Kurze Zeit später ließ sich King Vons Exfreundin, Rapperin Asian Doll, ein Tattoo von seinem Gesicht auf ihren Handrücken tätowieren.[37][38]

Diskografie

Studioalben

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[39]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK  US  R&B
2020 Welcome to O’Block UK
Silber
Silber
UK
US5
Platin
Platin

(39 Wo.)US
R&B3
(18 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 30. Oktober 2020
Verkäufe: + 1.067.500
Postum veröffentlichte Studioalben
 
2022 What It Means to Be King UK63
(1 Wo.)UK
US2
(10 Wo.)US
R&B1
(5 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 4. März 2022
2023 Grandson US14
(3 Wo.)US
R&B4
(2 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 14. Juli 2023
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Mixtapes

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[39]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK  US  R&B
2019 Grandson, Vol. 1 US53
Gold
Gold

(6 Wo.)US
R&B30
(3 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 20. September 2019
2020 Levon James US40
Gold
Gold

(18 Wo.)US
R&B21
(4 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 6. März 2020
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Singles

Weitere Informationen Jahr, Titel Album ...
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[39]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK  US  R&B
2018 Crazy Story
Only The Family Involved, Vol.2 / Grandson, Vol. 1
UK
Silber
Silber
UK
US
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin
US
Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2018
2019 Crazy Story 2.0
Grandson, Vol. 1
US81
(1 Wo.)US
R&B32
(3 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2019
feat. Lil Durk
Crazy Story, Pt. 3
Grandson, Vol. 1
US
Platin
Platin
US
Erstveröffentlichung: 13. September 2019
2020 Took Her to the O
Levon James
UK
Gold
Gold
UK
US47
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(8 Wo.)US
R&B14
(20 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 21. Februar 2020
All These Niggas
Welcome to O’Block
US77
Platin
Platin

(1 Wo.)US
R&B31
(2 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 5. August 2020
feat. Lil Durk
How It Go
Welcome To O'Block
US
Gold
Gold
US
Erstveröffentlichung: 28. August 2020
I Am What I Am
Welcome to O’Block
US
Gold
Gold
US
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2020
feat. Fivio Foreign
Posthume Veröffentlichungen
 
2020 Still Trappin’
The Voice
US53
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(12 Wo.)US
R&B15
(16 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 24. Dezember 2020
mit Lil Durk
2022 Don’t Play That
What It Means to Be King
US40
Gold
Gold

(5 Wo.)US
R&B11
(10 Wo.)R&B
Erstveröffentlichung: 4. Februar 2022
feat. 21 Savage
War
What It Means to Be King
US73
(1 Wo.)US
R&B23
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 19. März 2022
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zum Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
 
2020 The Code
Welcome to O’Block
US66
Platin
Platin

(1 Wo.)US
R&B22
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 21. November 2020
feat. Polo G
Back Again
Welcome to O’Block
R&B39
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 21. November 2020
feat. Lil Durk & Prince Dre
Posthume Veröffentlichungen
 
2022 Facetime
What It Means to Be King
US92
(1 Wo.)US
R&B33
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 19. März 2022
feat. G Herbo
Straight to It
What It Means to Be King
US93
(1 Wo.)US
R&B34
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 19. März 2022
feat. Fivio Foreign
Evil Twins
What It Means to Be King
US96
(1 Wo.)US
R&B36
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 19. März 2022
feat. Lil Durk
Trust Nothing
What It Means to Be King
US97
(1 Wo.)US
R&B37
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 19. März 2022
feat. Moneybagg Yo
Too Real
What It Means to Be King
R&B43
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 19. März 2022
Where I’m From
What It Means to Be King
R&B45
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 19. März 2022
2023 Phil Jackson
Grandson
R&B36
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 23. Juli 2023
feat. Polo G
From the Hood
Grandson
R&B40
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 23. Juli 2023
feat. Lil Durk
Don’t Miss
Grandson
R&B42
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 23. Juli 2023
Real Oppy
Grandson
R&B49
(1 Wo.)R&B
Charteinstieg: 23. Juli 2023
feat. G Herbo
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Weitere Singles

  • 2018: Beat Dat Body (feat. THF ZOO)
  • 2018: War With US
  • 2019: Cousins (feat. JustBlow600)
  • 2019: What It’s Like
  • 2020: Grandson For President a
  • 2020: Why He Told
  • 2020: Gleesh Place
  • 2023: Robberies
  • 2023: Heartless (feat. Tee Grizzley)
a 
Grandson For President erschien bereits im April 2020 mit Musikvideo, wurde jedoch nach Von’s Tod von allen Streaming-Plattformen heruntergenommen. 2022 erschien es jedoch auf seinem zweiten Studioalbum What It Means To Be King.

Gastbeiträge

  • 2019: Exposing Me (Memo600 feat. King Von) b
  • 2019: For a Fact (SimxSantana feat. King Von, US: GoldGold)
  • 2020: Pressin’ (Sada Baby feat. King Von, US: GoldGold)
  • 2020: Avatar (Lil Loaded feat. King Von)
  • 2020: Pull Up (Asian Doll feat. King Von)
  • 2020: Me And Doodie Lo (Only The Family, Doodie Lo und King Von)
  • 2020: Lurkin (Funkmaster Flex feat. King Von)
  • 2021: Rose Gold (PnB Rock feat. King Von)
  • 2021: JUMP (Lil Durk, King Von und Booka600 feat. Memo600)
  • 2021: Hit Em Hard (Offset & Trippie Redd feat. Kevin Gates, Lil Durk und King Von)
  • 2022: Shameless (Boss Top feat. King Von)
  • 2024: Legends (VonOff1700 feat. King Von)
b 
Exposing Me erschien bereits im Januar 2019 mit Musikvideo, wurde jedoch nie auf allen Streaming-Plattformen veröffentlicht. 2024 wurde es jedoch als Teil des Mixtapes 600Proof von Memo600 auf alle Streaming-Dienste gestellt.

Gastbeiträge auf Alben

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

  • Danemark Dänemark
    • 2025: für die Single Took Her to the O
  • Neuseeland Neuseeland
    • 2025: für das Album Levon James
    • 2025: für das Album Welcome to O’Block
    • 2025: für das Album Grandson, Vol. 1
  • Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 2022: für das Lied Demon
    • 2022: für das Lied Wayne’s Story
    • 2022: für das Lied Back Again
    • 2023: für das Lied Twin Nem

Platin-Schallplatte

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Weitere Informationen Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len), Silber ...
Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
Silber Gold Platin Ver­käu­fe Quel­len
 Dänemark (IFPI)0! S Gold10! P45.000ifpi.dk
 Neuseeland (RMNZ)0! S  Gold30! P22.500radioscope.co.nz
 Vereinigte Staaten (RIAA)0! S 11× Gold11 13× Platin1318.500.000riaa.com
 Vereinigtes Königreich (BPI)  Silber2 Gold10! P660.000bpi.co.uk
Insgesamt   Silber2  16× Gold16  13× Platin13
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Commons: King Von – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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