Kingittoq

Berg in Grönland From Wikipedia, the free encyclopedia

Kingittoq [kiˈŋitːɔq] (nach alter Rechtschreibung Kingigtoĸ) ist eine grönländische Insel im Distrikt Qaqortoq in der Kommune Kujalleq. Auf der Insel befand sich bis zum Jahre 2022 die gleichnamige Schäfersiedlung, die 57 Jahre von einem Einsiedler bewohnt wurde.

Schnelle Fakten
Kingittoq
(Kingigtoĸ)
Kommune Kommune Kujalleq
Distrikt Qaqortoq
Einwohner verlassen (seit 2022)
Siedlungsstatus Schäfersiedlung
Demonym
(Plural; Singular mit -mioq/-miu)
Kingittormiut
Postleitzahl 3920
Zeitzone UTC-2
Koordinaten 60° 44′ 9″ N, 46° 15′ 38″ W
Kingittoq (Grönland)
Kingittoq (Grönland)
Lage in Grönland
Kingittoq (Kujalleq)
Kingittoq (Kujalleq)
Lage in der Kommune Kujalleq
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Lage

Die Schäfersiedlung Kingittoq liegt an der Ostspitze der gleichnamigen Insel und ist 12 km weit vom östlich gelegenen Qaqortoq entfernt.[1]

Geschichte

Kingittoq wurde 1965 durch eine außerhalb Grönlands geborene Person besiedelt.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Kingittoq hatte zwischen 1977 und 2013 durchgehend einen Bewohner. Einwohnerzahlen der Schäfersiedlungen sind letztmals für 2013 bekannt. Kingittoq wird statistisch unter „Farmen bei Qaqortoq“ geführt.[3]

EinwohnerJahr00,20,40,60,811977’84’91’98’05’12’19’26Kingittoq

Im Herbst 2022 wurde berichtet, dass das Wohnhaus des Einsiedlers auf Kingittoq abgebrannt war. Mikkjal Sørensen, der 86 Jahre alte Bewohner des Hauses, blieb durch den Brand unversehrt und kündigte an, er wolle das Haus wieder aufbauen. Bis dahin wolle er sich übergangsweise den Schafstall herrichten, der vom Brand verschont blieb.[4] Soweit kam es dann aber doch nicht. Stattdessen zog Mikkjal um ins örtliche Altersheim von Qaqortoq, wo er die anschließenden Jahre verbrachte.[5] Anfang Februar 2026 ist er im Alter von 90 Jahren gestorben.[6]

Seitdem Mikkjal Sørensen die Insel verlassen hat, ist die Siedlung menschenleer und Kingittoq wieder eine unbewohnte Insel.

Einzelnachweise

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