Kirchbierlingen

Stadtteil von Ehingen (Donau), Baden-Württemberg, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Kirchbierlingen ist (mit den Weilern Weisel und Sontheim) ein Teilort der Großen Kreisstadt Ehingen (Donau) im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Der Ort wurde im Jahr 1973 nach Ehingen eingemeindet.[2] Ortsvorsteher ist Armin Egle (Stand: 2024).[3]

Schnelle Fakten Stadt Ehingen (Donau) ...
Kirchbierlingen
Koordinaten: 48° 14′ N,  44′ O
Höhe: 513 m ü. NN
Fläche: 8,9 km²
Einwohner: 596 (30. Juni 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 89584
Vorwahl: 07391
Karte
Lage von Kirchbierlingen in Ehingen (Donau)
Kirche St. Martin
Kirche St. Martin
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Kirchbierlingen von Südosten (2005)

Geschichte

In einer Urkunde des Klosters St. Gallen ist schon um das Jahr 776 von einem Bierlingen als „Pilaringas“ die Rede.[4] Im Jahr 1208 wird ein Dietrich von Bierlingen erwähnt. Und im Jahr 1337 wird ein Adelssitz erwähnt, wobei nicht klar ist, ob Kirchbierlingen oder Altbierlingen gemeint ist. Die Grafen von Berg, aber auch die Pfalzgrafen von Tübingen hatten an dem Ort Besitz. Insbesondere der Anteil Letzterer an der Pfarrei ist im Jahr 1171/73 als Gründungsgut an das Kloster Marchtal gekommen. Das Kloster kam durch Schenkungen und Kauf nach und nach an den ganzen Ort. Im Jahr 1803 fiel das Dorf mit der Abtei an die Fürsten von Thurn und Taxis und im Jahr 1806 letztlich an Württemberg.

Kirchbierlingen wurde am 1. Januar 1973 nach Ehingen eingemeindet[5] und ist dort einer von heute 17 Teilorten.

Politik

Ortschaftsrat

Dem Ortschaftsrat gehören nach der Kommunalwahl vom 9. Juni 2024 mit dem Ortsvorsteher als Vorsitzenden acht Mitglieder an.[6]

ParteiStimmenSitze
Freie Liste 201993,94 %8

Pfarrkirche St. Martin

Die Pfarrkirche St. Martin gehörte schon im Jahr 1275 dem Kloster Marchtal an. Erstmals wurde sie im Jahr 776 erwähnt. Es gibt darin einige romanische Überreste, doch die heutige Kirche stammt aus den Jahren bis 1513. Es gab in den Jahren 1600/14 und 1858/59 Umbauten. Das Ortsbild wird auch vom in den Jahren 1758–62 von Abt Edmund von Marchtal errichtete, barocke Pfarrhof geprägt.

Literatur

  • Anton Huber: Kirchbierlingen und Sontheim/Weisel. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 1995 (nicht ausgewertet).
  • Kirchbierlingen mit Sontheim und Weisel. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ehingen (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 3). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, 1826, S. 141–144 (Volltext [Wikisource]).

Einzelnachweise

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