Kirche Dorfhain
Sachgesamtheit Evangelische Pfarrkirche und Kirchhof Dorfhain mit folgenden Einzeldenkmalen: Kirche, Einfriedung, Kriegerdenkmal]] Erster Weltkrieg und zwei Grabmale (ID-Nr. 08964966) sowie als Gartendenkmal der Kirchhof (zum Friedhof erweitert) mit
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Die evangelische Kirche Dorfhain ist eine im Kern romanische Saalkirche im Ortsteil Dorfhain von Tharandt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Klingenberg-Kreischa im Kirchenbezirk Freiberg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.



Geschichte und Architektur
Die Kirche in Dorfhain ist eine Saalkirche romanischen Ursprungs, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts umgebaut und nach Brand in den Jahren 1632–1648 wiederaufgebaut wurde. Das Innere wurde teils modern erneuert. Restaurierungen wurden in den Jahren 1983 und danach sowie 1995 (außen) durchgeführt.
Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit Eckquaderung und geradem Ostschluss. Ein steiles Satteldach mit achtseitigem Dachreiter und glockenförmiger Haube mit Laterne bekrönt das Bauwerk. An der Ostseite ist ein schlichtes spitzbogiges Fenster, an der Sakristei sind zwei romanische Rundbogenfenster erkennbar. Das Portal an der Südseite ist mit der Jahreszahl 1724 bezeichnet.
Das Innere des Bauwerks ist flachgedeckt. Eine barocke, zweigeschossige Empore ist an der Nordseite und eine eingeschossige Orgelempore an der Westseite eingebaut. Reste ornamentaler spätgotischer und barocker Wandmalereien sind im Friesbereich erhalten. Eine romanische Rundbogentür führt zur Sakristei. Im Inneren ist noch eine vermutlich romanische Piscina erhalten.
Ausstattung
Von dem ehemals spätgotischen Altar sind farbig gefasste Holzfiguren des Salvator mundi, des Moses und Johannes des Täufers erhalten.
Die Renaissancekanzel aus Holz ist mit bäuerlich gemalten Darstellungen des Salvator mundi und der Evangelisten versehen, auf dem Schalldeckel befindet sich ein geschnitzter Posaunenengel. Die schlichte romanische Sandsteintaufe stammt aus der Dorfkirche in Klingenberg. Eine figürliche, farbig gefasste Sandsteingrabplatte mit der Jahreszahl 1673 erinnert an den Pastor Viehweger.
Die Orgel ist ein Neubau der Firma Eule Orgelbau aus dem Jahr 1998 im Neorenaissance-Gehäuse von 1927 mit 17 Registern auf zwei Manualen und Pedal.[1]
Literatur
- Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen I. Regierungsbezirk Dresden. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1996, ISBN 3-422-03043-3, S. 104–105 (dehio.org).