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Kirchenkreis Münster

Kirchenkreis der Evangelischen Kirche von Westfalen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Evangelische Kirchenkreis Münster ist einer von 26 Kirchenkreisen innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen. Amtssitz ist die Stadt Münster. Insgesamt gehören 92.659 evangelische Gemeindeglieder zum Kirchenkreis (Stand: 31. Dezember 2024).[1]

Schnelle Fakten Organisation, Statistik ...
Kirchenkreis Münster
Die Apostelkirche in Münster dient als Hauptkirche des Kirchenkreises
Die Apostelkirche in Münster dient als Hauptkirche des Kirchenkreises
Organisation
Landeskirche Evangelische Kirche von Westfalen
Statistik
Kirchengemeinden 24
Gemeindeglieder 92659 (Stand 31. Dezember 2024)[1]
Leitung
Superintendent Holger Erdmann
Hauptpredigtkirche Apostelkirche (Münster)
Büroanschrift An der Apostelkirche 3
48143 Münster
Webpräsenz https://ev-kirchenkreis-muenster.de/
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Geographische Lage

Der Evangelische Kirchenkreis Münster liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Er umfasst das Gebiet der Stadt Münster und Teile der Kreise Coesfeld, Steinfurt und Warendorf im Münsterland.[2]

Geschichte

Anfänge

Nach der Einführung der Reformation im Jahr 1532 und der Herrschaft der Täufer, die im Jahr 1535 durch Bischof Franz von Waldeck niedergeschlagen wurde, kam es zur Gegenreformation. Erst unter der Herrschaft der Preußen wurde im Jahr 1805 in Münster wieder eine eigenständige Kirchengemeinde errichtet.[3] Auch in den anderen Städten des Hochstifts Münster bestanden im 17. und 18. Jahrhundert keine evangelischen Gemeinden. Ausnahmen waren nur Coesfeld und Bocholt, wo die evangelische Gemeinde geduldet wurde, aber keine eigene Kirche hatte.

Auf- und Ausbau

Erst nachdem in den Diasporagebieten des Münsterlandes und des Vest Recklinghausen im Laufe des 19. Jahrhunderts weitere evangelische Gemeinde entstanden waren, wurde der Kirchenkreis Münster 1872 aus Teilen der Kirchenkreise Tecklenburg (Kirchengemeinden Coesfeld, Dülmen, Haltern, Lüdinghausen, Ahaus-Vreden, Münster und Warendorf) und Bochum (Kirchengemeinden Recklinghausen und Dorsten) errichtet.[4] Hinzu kamen außerdem die schon seit dem 16. Jahrhundert bestehenden Kirchengemeinden Anholt, Suderwick, Werth, Bocholt und Gemen-Oeding aus dem Kirchenkreis Wesel.[5][6]

Im Jahr 1906 bildeten die Kirchengemeinden Recklinghausen, Bottrop, Bruch, Buer, Dorsten, Erle-Middelich, Gladbeck, Herten, Horst, Osterfeld, Resse, Scherlebeck und Waltrop-Datteln den neuen Kirchenkreis Recklinghausen.[7] Die Kirchengemeinden Burgsteinfurt, Gronau, Ochtrup, Greven und Emsdetten kamen im Jahr 1933 aus dem Kirchenkreis Tecklenburg hinzu.[8] Im Jahr 1953 wurde der Kirchenkreis Münster wieder geteilt, so dass die Kirchengemeinden Ahaus, Anholt, Bocholt, Burgsteinfurt, Coesfeld, Dülmen, Emsdetten, Gemen, Gronau, Ochtrup, Oeding, Suderwick, Vreden und Werth den Kirchenkreis Steinfurt (seit 1987 Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken) bildeten.[9][6]

Der Evangelische Kirchenkreis Münster besteht seit 1953 in den heutigen Grenzen und reicht von Greven im Norden bis Olfen im Süden und von Havixbeck im Westen bis Beelen im Osten.[3]

Heute

Mit den Kirchenkreisen Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg wurde ein gemeinsamer Gestaltungsraum gebildet.[3] Seit 2020 werden die drei Kirchenkreise von dem gemeinsamen Kreiskirchenamt Münsterland/Tecklenburger Land in Münster verwaltet.

Struktur

Die Synode des Kirchenkreises ist die Vertretung der Kirchengemeinden. Die Kreissynode wählt die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes, der den Kirchenkreis zwischen den Kreissynoden leitet. Vorsitzender ist der Superintendent. Derzeitiger Superintendent ist Holger Erdmann.[3]

Kirchen und Gemeinden

Zum Ev. Kirchenkreis Münster gehören 24 Kirchengemeinden.[10] Der Kirchenkreis gliedert sich in fünf Kooperationsräume sowie den Zusammenschluss der Kirchengemeinden in der Stadt Greven und zwei Kirchengemeinden in der Stadt Münster (Lukas-Kirchengemeinde und Matthäus-Kirchengemeinde).[10][2]

Raum 1

Raum 2

Raum 3

Raum 4

Raum 5

Kirchengemeinde in Greven

  • Kirchengemeinde Greven[32]
    • Christuskirche: Wilhelmplatz 1, 48268 Greven
    • Erlöserkirche: Moorweg 16, 48268 Greven-Reckenfeld

Weitere Kirchengemeinden in Münster

Superintendenten

Weitere Informationen von, bis ...
von bis Name[35]
1873 1901 Friedrich Bramesfeld
1902 1926 Heinrich Evers
1927 1934 Otto Jesse
1935 1943 Ewald Dicke
1943 1953 Friedrich Brune
1953 1963 Georg Gründler
1960 1972 Martin Braune
1972 1980 Christoph-Wilken Dahlkötter
1980 1993 Norbert Beer
1993 2000 Klaus-Dieter Marxmeier
2001 2012 Dieter Beese
2012 2018 Meike Friedrich
2018 2019 Ulf Schlien
2020 Holger Erdmann
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Literatur

  • Geert Franzenburg: Protestantisches Leben in der Diaspora. Der Kirchenkreis Münster im 20. Jahrhundert. Books on Demand, Norderstedt 2020.

Einzelnachweise

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