Kiritampo
japanisches Reisgericht
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Kiritampo (japanisch きりたんぽ Kiritanpo) ist eine regionale Reisspezialität der Präfektur Akita in Japan. Tampo bedeutet „Stoff umgebener Baumwollball“, sein Erscheinungsbild stammt von der Speerscheide. Für Eintopfgerichte wird Tampo diagonal geschnitten, was dann Kiritampo genannt wird.[1][2]


Bei der Zubereitung wird Reis im Mörser mit einem Stößel zerkleinert. Aus dem Begriff Hangoroshi („halbtot schlagen“) leitet sich die Bezeichnung Hangoroshireis ab. Dieser wird anschließend um einen Spieß aus Sicheltanne gewickelt und auf dem Holzkohlenfeuer goldbraun geröstet. Danach werden die Röhren in Ringe geschnitten.
Tampo kann als Kiritampo-nabe oder Misotsuketampo gegessen werden. Bei Kiritampo-nabe handelt es sich um ein traditionelles Eintopfgericht mit Geflügel (Hinaijidori) und Gemüse (japanische Schwarzwurzel, Maitake, Porree, japanische Petersilie). Sowohl Kiritampo-nabe als auch Misotsuketampo werden auf Basis einer kräftigen Sojabrühe hergestellt. Zu dieser Brühe werden Geflügelkarkassen (Hinaijidori), kräftige Sojasauce, japanischer Reiswein, und Zucker verwendet. Für Misotsuketampo wird Tampo geröstet und mit süßem Miso übergossen.