KkStB 100

österreichische Dampflokomotive mit Achsfolge 1’F From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Dampflokomotive kkStB 100.01 war eine Gebirgsschnellzug-Schlepptenderlokomotive der k.k. Staatsbahnen Österreichs.[1]

100.01 mit Öltender 156.145
Schnelle Fakten 100 / BBÖ 100 ...
kkStB 100 / BBÖ 100
Werksfotografie der 100.01, 1911
Werksfotografie der 100.01, 1911
Werksfotografie der 100.01, 1911
Nummerierung: 100.01
Anzahl: 1
Hersteller: Lokomotivfabrik Floridsdorf
Baujahr(e): 1911
Ausmusterung: 1928
Achsfolge: 1F h4v
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 19,318 m
Breite: k. A.
Höhe: 4,650 m
Fester Achsstand: 4.590 mm
Gesamtachsstand: 10.100 mm
Achsstand mit Tender: 15.930 mm
Treibraddurchmesser: 1.410 mm
Laufraddurchmesser vorn: 995 mm
Leermasse: 88,3 t
Dienstmasse: 95,8 t
Reibungsmasse: 82,2 t
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Indizierte Leistung: 2020 PS
Kesselüberdruck: 16
Anzahl der Heizrohre: 210
Rostfläche: 5,00 m²
Strahlungsheizfläche: 17,4 m²
Rohrheizfläche: 231,6 m²
Verdampfungsheizfläche: 296,0 m²
Überhitzerfläche: 47,0 m²
Steuerungsart: Heusinger
Zylinderanzahl: 4
HD-Zylinderdurchmesser: 450 mm
ND-Zylinderdurchmesser: 760 mm
Kolbenhub: 680 mm
Bremse: Vakuumbremse
Zugheizung: Dampfheizung
Tenderbauart: 9, 56, 156, 256, 76, 86, 88
Besonderheiten: Ölzusatzfeuerung
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Da für den wachsenden Reiseverkehr auf der 1909 eröffneten Tauernbahn selbst die Reihe 380 zu schwach war, entwarf Karl Gölsdorf eine noch stärkere Gebirgslokomotive. Er wagte den Schritt zur ersten wirklich praxistauglichen sechsfach gekuppelten Lokomotive. Wie schon bei den Vorgängerbauarten kkStB 170, kkStB 180, kkStB 280 und kkStB 380 nutzte er die Ideen Richard von Helmholtz’ zur seitlichen Verschiebbarkeit der Achsen, um eine geeignete leichte Kurvengängigkeit zu erreichen. Um bei der starken Verschiebbarkeit der Achsen ein Verkeilen der Kuppelstangen und die damit einhergehende Zerstörung der Lager zu verhindern, wurden zwischen den Kurbelzapfen der fünften und sechsten Kuppelachse und den zugehörigen Kuppelstangen Kardangelenke eingebaut.

Die 1911 von der Lokomotivfabrik Floridsdorf gelieferte 100.01 erfüllte die an sie gestellte Anforderungen im Betrieb mühelos. Sie beförderte 360 t mit 40 km/h über die 28-‰-Steigungen der Tauernbahn. Wie einige Lokomotiven der Reihe 380 war auch die 100.01 mit einer Ölfeuerung ausgestattet, um die Belastungen durch Rauch in den zahlreichen Tunneln für das Lokpersonal zu reduzieren. Die erreichte Höchstgeschwindigkeit betrug 85 km/h, die indizierte Leistung 2020 PS, womit sie 20 % stärker als die Reihe 380 war.

Nach dem Ersten Weltkrieg verblieb das Einzelstück bei der BBÖ, die es wegen ihrer Zugkraft sehr schätzte. Allerdings machte sich der extreme Leichtbau bald negativ bemerkbar. Das in Aussicht gestellte Elektrifizierungsprogramm verhinderte eine Nachbestellung, bei der diverse Mängel beseitigt hätten werden können. Der Bruch eines inneren Hochdruckzylinders bedeutete 1928 schließlich das Ende dieser einmaligen Lokomotive.

Die Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen nahm die 100.01 als Vorbild für ihre ebenfalls sechsfach gekuppelte Württembergische K.

Einzelnachweise

Literatur

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