Klaudia Blasl
österreichische Schriftstellerin und Journalistin
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Klaudia Blasl (* 10. Jänner 1965 in Bruck an der Mur) ist eine österreichische Schriftstellerin und Journalistin. Sie ist bekannt für Kriminalromane mit schwarzem Humor sowie Sachbücher über Giftpflanzen und gilt als ausgewiesene Kennerin der Kultur- und Kriminalgeschichte toxischer Pflanzen.[1]
Leben
Blasl wuchs in Mautern in der Steiermark auf, wo sie ihre Kindheit, Schul- und Studienzeit verbrachte; sie ist Germanistin. Anschließend lebte sie rund dreizehn Jahre in Turin und arbeitete dort als Übersetzerin und Dolmetscherin. Nach ihrer Rückkehr nach Österreich war sie längere Zeit als Gourmet- und Kulinarikjournalistin, Reisereporterin und Kolumnistin tätig. Sie lebt in der Steiermark und im Südburgenland.[2]
Literarisches Werk
Blasls Kriminalromane sind von schwarzem Humor und Wortwitz geprägt. Als Mordwerkzeug dienen häufig Giftpflanzen. Ihre erste Buchreihe, die in einem fiktiven Tal in der Steiermark angesiedelte „Damischtal-Reihe“ um den verfressenen Inspektor Kapplhofer, umfasst unter anderem die Titel Gamsbartmassaker, Miederhosenmord und Kernölkrieg.[3]
Größere Bekanntheit erreichte sie mit ihrer Gartenkrimi-Reihe um die beiden Hobbygärtnerinnen Berta und Pauline mit „Miss-Marple-Gen“, die im fiktiven Ort Oberdistelbrunn ermitteln. Zu dieser Reihe gehören Gärten, Gift und tote Männer (2022), Gärten, Gift und große Liebe (2024) und Gärten, Gift und kalte Rache (2026).
Daneben veröffentlichte Klaudia Blasl Bände mit Kurzkrimis, in denen jeweils eine Pflanze als Tatwaffe dient, darunter Böse Blumen und Noch mehr böse Blumen. Als Sachbuchautorin machte sich Blasl mit ihrem 2018 erschienenen Titel 111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss (2018) als Expertin für Giftpflanzen einen Namen. 2025 erschien das Buch Keine Zeit, der Garten ruft, in dem sie humorvoll ihre eigenen Erfahrungen im Garten schildert.[4]
Giftpflanzengarten
Im Südburgenland, in der Gemeinde Litzelsdorf, betreibt sie auf einer rund 1.000 Quadratmeter großen Fläche einen Krimi- und Giftpflanzengarten. Der Garten wird in der Berichterstattung als "vermutlich giftigster Ort Österreichs" bezeichnet.[5] Blasl bietet dort Führungen und Lesungen nach Voranmeldung an, bei denen sie ihr Wissen zur Kultur- und Kriminalgeschichte toxischer Pflanzen vermittelt. Weiters verfügt der Giftpflanzengarten über eine Bibliothek mit über 300 Büchern zum Thema.[6]
Auszeichnungen
Mitgliedschaften
Blasl ist Mitglied der Autorenvereinigung Das Syndikat.[9]
Werke
Sachbücher
- 111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss. Emons Verlag, Köln 2018, ISBN 978-3-7408-2896-7
- Keine Zeit, der Garten ruft. Droemer Knaur, München 2025, ISBN 978-3-426-56031-0
Kurzkrimis
- Böse Blumen. Zwölf giftige Pflanzenkrimis. Emons Verlag, Köln 2019, ISBN 978-3-7408-0609-5
- Noch mehr böse Blumen. Fünfzehn giftige Pflanzenkrimis. Emons Verlag, 2021, ISBN 978-3-7408-1110-5
Damischtal-Reihe
- Gamsbartmassaker. Emons Verlag, Köln 2016, ISBN 978-3-95451-814-2
- Miederhosenmord. Emons Verlag, Köln 2014, ISBN 978-3-86358-582-2
- Kernölkrieg. Emons Verlag, Köln 2018, ISBN 978-3-7408-0303-2
Gartenkrimi-Reihe
- Gärten, Gift und tote Männer. Emons Verlag, Köln 2022, ISBN 978-3-7408-1384-0
- Gärten, Gift und große Liebe. Emons Verlag, Köln 2024, ISBN 978-3-7408-2070-1
- Gärten, Gift und kalte Rache. Emons Verlag, Köln 2026, ISBN 978-3-7408-2535-5
Weblinks
- Literatur von und über Klaudia Blasl im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Willkommen im Damischtal – Offizielle Website von Klaudia Blasl
- Hirntexterei – Textschmiede von Klaudia Blasl
- Klaudia Blasl bei SYNDIKAT e.V. Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur
- Klaudia Blasl beim Droemer Knaur Verlag
- Klaudia Blasl Blasl beim Emons Verlag