Klaus Bernhard

österreichischer Amateurastronom From Wikipedia, the free encyclopedia

Klaus Bernhard (* 1967 in Linz) ist ein österreichischer Amateurastronom, Entdecker von veränderlichen Sternen und Chemiker.[1]

Er hat von 1985 bis 1992 an der Johannes Kepler Universität in Linz studiert und seinen Doktor in Chemie gemacht.[2]

Bernhard entdeckte von Linz aus zwischen 1997 und 2004 mit eigenem Fernrohr 150 veränderliche Sterne.[3] Es gelang ihm, 86 neue chemisch pekuliäre Veränderliche zu entdecken, die dann gemeinsam mit Studenten rund um Ernst Paunzen in Brünn aufgearbeitet wurden.[4]

Er gehörte zu den 27 Astronomen, die in internationaler Zusammenarbeit im Jahr 2016 einen weißen Zwergpulsar entdeckten.[5][6] Dies gelang unter anderem durch Messungen mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile und dem Hubble-Weltraumteleskop. Im Jahr 2005 entdeckte Bernhard außerdem eine Zwergnova vom Typ U Geminorum.[7][8]

Die Erstentdeckung des Weiße Zwerg Pulsars: „AR Scorpii“ (2016) gehört zu einer seiner größten Entdeckungen.[9]

Bis zum Jahr 2023 wurden zwei Planetensysteme in Anerkennung seiner Arbeiten als Bernhard 1 und Bernhard 2 nach ihm benannt.[10] In Summe hat er in internationaler Zusammenarbeit bis Stand Mai 2023 um die 2000 neue veränderliche Sterne gefunden und charakterisiert, die in über 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen publiziert wurden.[11]

Bernhard ist zudem auf der Kepler Sternwarte Linz bei Sternführungen tätig und ist aktiv im Data Mining von neuen veränderlichen Sternen.[12]

Veröffentlichungen

  • Diplomarbeit: Herstellung bleidotierter Bismut- , Calcium- , Strontium- , Kupferoxid Hochtemperatursupraleiter mittels Kofällung, 1989[13]
  • Dissertation: Herstellung bleidotierter Bismut-Calcium-Strontium-Kupferoxid und Thallium-Calcium-Barium-Kupferoxid Hochtemperatursupraleiter mittels Kofällung aus konzentrierter Essigsäure, 1991[14]
  • Google Scholar

Einzelnachweise

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