Kloster Beuditz
Kloster in Deutschland
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Kloster Beuditz war ein 1232 erstmals urkundlich erwähntes Zisterziensernonnenkloster bei Weißenfels im heutigen Sachsen-Anhalt.
Geschichte
Das Kloster, das zwar nach der Zisterzienserregel geführt, aber (wie zahlreiche Nonnenklöster) nicht in den Orden inkorporiert war, wird auf ein Hospital zurückgeführt, das 1218 von Mechtild von Lobdaburg in Prittitz gestiftet wurde. Im Jahr 1232 wurde es nach Beuditz, heute Teil der Stadt Weißenfels, verlegt. Thomas Müntzer war hier von 1519 bis 1520 Beichtvater und seine Frau Ottilie von Gersen Nonne.[1][2] Bereits im Jahr 1523 verließen acht Nonnen das Kloster.[3] Die Aufhebung (Säkularisierung) des Klosters als Folge der Reformation durch Moritz von Sachsen erfolgte im Jahr 1544. 1561 verkaufte Kurfürst August von Sachsen das Kloster dem Rat der Stadt Weißenfels.
Anlage und Baulichkeiten
Von dem Kloster selbst hat sich nichts erhalten. Lediglich der Straßenname Zur Beuditzmühle und die Beuditzmühlenschleuse erinnern noch indirekt an seine Existenz, da diese Mühle dem Nonnenkloster gehörte, wie eine Streitbeilegung aus dem Jahr 1304 belegt.[4] Das Kloster hatte die Mühle im Jahr 1269 erworben.[5] Neben der Klosterkirche und dem Klostergebäude gab es auch ein Brauhaus und ein Schafhaus. Die Stadt Weißenfels ließ die Gebäude wegreißen und errichtete mit den Steinen Bürgerhäuser und Mühlwehrdämme. Vieh und Inventar wurden an die Bürger verkauft, Einkünfte an Kirchen und Hospitäler gegeben.[6]
Literatur
- Peter Pfister (Hrsg.): Klosterführer aller Zisterzienserklöster im deutschsprachigen Raum. 2. Aufl. Editions du Signe, Strasbourg 1998, S. 448, ISBN 2-87718-596-6
- Ambrosius Schneider/Adam Wienand/Wolfgang Bickel/Ernst Coester: Die Cistercienser: Geschichte, Geist, Kunst. 3. Aufl. Wienand Verlag, Köln 1986, S. 711 (dort als Beutitz), ISBN 3-87909-132-3