Kloster Cozia

Kloster in Rumänien From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Kloster Cozia (rumänisch Mǎnǎstirea Cozia) liegt im Olt-Tal in Rumänien. Es wurde 1386 von Fürst Mircea dem Älteren gegründet. Erst als Nucet-Kloster benannt, bekam es den heutigen Namen vom nahe gelegenen Berg Cozia.[1] Da das Kloster auch aus strategischen Gründen erbaut wurde – es diente zur Sicherung des Karpatenübergangs – wurde es wie eine Burg befestigt.

Kloster Cozia
Kloster Cozia am Ufer des Olt

Nach wiederholten Zerstörungen wurde das Kloster von Neagoe Basarab im Jahr 1517 und von Constantin Brâncoveanu um 1707 jeweils erneuert.[2] Die letzte Sicherung der Bausubstanz und umfassende Renovierung wurde zwischen Juli 1958 und Januar 1959 von der rumänischen Regierung auf Anregung des damaligen Patriarchen Justinian Marina (1901–1977) durchgeführt[1] und steht unter Denkmalschutz.[3]

Lage

Das Kloster Cozia liegt am Fluss Olt und der Nationalstraße DN7 im Dorf Căciulata der Gemeinde Călimănești in der historischen Region Walachei.

Architektur und Innenausstattung der Klosterkirche

Hinter dicken Befestigungsmauern findet sich ein Innenhof mit der Klosterkirche sowie Wohngebäuden und Wirtschaftsgebäuden.[4]

Die Klosterkirche

Die Klosterkirche steht in der Mitte des Innenhofs. Sie ist der Hl. Dreifaltigkeit geweiht[5] und wurde von dem Fürsten Mircea dem Älteren gestiftet. Erbaut zwischen 1387 und 1391 über einem kreuzförmigen Grundriss, ist das Schiff mit einem Tonnengewölbe geschlossen. 1707 wurde sie durch einen repräsentativen zweigeschossigen Narthex in den Formen der italienischen Renaissance und einen Turm über der Vierung ergänzt. Der Tambour des Turms ist durch hohe Rundbogenfenster reich gegliedert und mit einer flachen Kuppel abgeschlossen. Das gesamte Bauwerk hat ein aus rötlichen Ziegeln und hellem Stein bestehendes Streifenmuster – ein typisch byzantinisches Erscheinungsbild.[2]

Der gesamte Innenraum einschließlich des Gewölbes ist vollständig mit byzantinischen Fresken ausgemalt.

Museum

Im Klostergebäude selbst gibt es ein kleines Museum, in dem Ikonen aus dem 14. bis 19. Jahrhundert, Glasmalerei, sakrale Gegenstände und Textilien aus dem Kirchenschatz sowie alte Handschriften und Drucke in kyrillischer, griechischer und glagolitischer Schrift aufbewahrt werden.[6]

Commons: Kloster Cozia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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