Kloster Hildenbrandseck
ehemaliges Kloster auf dem Gebiet der kreisfreien Stadt Neustadt an der Weinstraße
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Das Kloster Hildenbrandseck – alternativ Schloss Hildenbrandseck, Unteres Schloss oder Unteres Herrenhaus genannt – ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk auf dem Gebiet von Neustadt an der Weinstraße. Es wurde ursprünglich ein Schloss gebaut und später in ein Kloster umgewandelt. Im Jahr 2004 wurde in den Räumlichkeiten eine Klinik eingerichtet.
| Kloster Hildenbrandseck | ||
|---|---|---|
Anlage aus südwestlicher Richtung | ||
| Daten | ||
| Ort | Gimmeldingen | |
| Baujahr | 17. Jahrhundert | |
| Koordinaten | 49° 23′ 1,1″ N, 8° 9′ 48,4″ O | |

Lage
Das Anwesen des einstigen Klosters liegt an der Herzogstraße – in diesem Bereich Teil der Kreisstraße 12 – östlich der Einmündung Hildenbrandseck im äußersten Norden der Gemarkung des Ortsbezirks Gimmeldingen; die Hausanschrift ist Hildenbrandseck 2. Nördlich erstrecken sich sowohl Gemarkung als auch Siedlungsgebiet des Ortsbezirks Königsbach an der Weinstraße, dem die Anlage deshalb teilweise zugeordnet wird.[1][2]
Auf der Westseite der Straße Hildenbrandseck steht das ebenfalls denkmalgeschützte Obere Schloss.[3] Weiter südlich erstrecken sich Weinberge des Weinanbaugebiets Pfalz.[4]
Bauwerk
Das Anwesen wurde um das Jahr 1610 errichtet. Der Kern ist eine Dreiflügelanlage. Der Krüppelwalmdachbau mit insgesamt elf Achsen wird mit den Jahren 1610 und 1898 bezeichnet; das letztgenannte Jahr verweist auf den zwischenzeitlichen Umbau und die Renovierung der Anlage. In den Jahren 1913 und 1914 wurde die Anlage nach Plänen des Architekten O. Gruber aus Karlsruhe erweitert.[5]
Der Wappenstein ist mit 1651 bezeichnet. Die Anlage hat einen Garten mit einem Pavillon, der mehrere Skulpturen enthält.[6] Zudem befindet sich in diesem Bereich ein Friedhof der Hildegardis-Schwestern vom Katholischen Apostolat.[2]
Geschichte
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das ursprüngliche Schloss als Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen, ehe diese in den 1950er Jahren nach Hauenstein umzogen. Ab November 1956 war das Kloster Mutterhaus der zuvor in Quirnheim ansässigen Hildegardis-Schwestern vom Katholischen Apostolat.[7] Wegen des Mangels an Novizinnen zogen die Hildegardis-Schwestern nach Pirmasens um. Das Gebäude wurde 2004 an eine Klinik für Plastische Chirurgie verkauft.[8] Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich.[9]
Literatur
- Michael Huyer (Bearbeiter): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 19.2: Stadt Neustadt an der Weinstraße. Ortsbezirke Diedesfeld, Duttweiler, Geinsheim, Gimmeldingen, Haardt, Hambach, Königsbach, Lachen-Speyerdorf, Mußbach. Werner, Worms 2008, ISBN 3-88462-265-X.
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße (PDF; 0,3 MB). Mainz 2017.
