Knautkleeberg-Knauthain
Ortsteil 54 von Leipzig
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Knautkleeberg-Knauthain ist ein Ortsteil von Leipzig. Er gehört zum Stadtbezirk Südwest und hat die Ordnungsnummer 54. Er besteht aus den Stadtteilen Knautkleeberg und Knauthain.
Ortsteil von Leipzig | |
|---|---|
| Koordinaten | 51° 16′ 58″ N, 12° 18′ 27″ O |
| Fläche | 8,34 km² |
| Einwohner | 5774 (31. Dez. 2025) |
| Bevölkerungsdichte | 692 Einwohner/km² |
| Vorwahl | 0341 |
| Stadtbezirk | Südwest |
| Verkehrsanbindung | |
| Eisenbahn | Bahnhof Leipzig-Knauthain |
| Regionalbahn | Erfurter Bahn |
| Straßenbahn | Linie 3 |
| Busverkehr in Leipzig | 62, 119, 120, Flexa[1] |
| Quelle: Knautkleeberg-Knauthain auf der Seite der Stadt Leipzig | |


Lage und Gebietsabgrenzung
| Großzschocher | ||
| Markranstädt | ||
| Hartmannsdorf-Knautnaundorf | Zwenkau |
Zwischen den Leipziger Ortsteilen Großzschocher und Knautkleeberg-Knauthain gibt es eine Bebauungslücke. Der freie Geländestreifen gehört zu Großzschocher. Die Nordgrenze des Ortsteils Knautkleeberg-Knauthain verläuft unmittelbar an seiner Bebauungsgrenze, seine Ostgrenze am Westufer des Cospudener Sees, die Südgrenze an der Bebauungsgrenze von Hartmannsdorf und die Westgrenze zwischen der Siedlung „Am Klucksgraben“, die zum Ortsteil gehört, und dem renaturierten Kiestagebau Rehbach sowie dem gleichnamigen ehemaligen Dorf, die zum Ortsteil Hartmannsdorf-Knautnaundorf gehören.
Geschichte
Die Bildung des Ortsteils in seinen jetzigen Grenzen war 1992 Bestandteil der administrativen Neugliederung von Leipzig. Zum 1. Januar 1993, zeitgleich mit der Eingemeindung von Hartmannsdorf nach Leipzig, wurde das Gebiet des Ortsteils um Hartmannsdorf erweitert. Der Ortsteil wurde als „Knauthain-Hartmannsdorf“ bezeichnet. Zum 1. Januar 2001 kam Hartmannsdorf zum Ortsteil Hartmannsdorf-Knautnaundorf. Der Ortsteil Knautkleeberg-Knauthain wurde in seinem ursprünglichen Bestand wieder hergestellt und sein Name in „Knautkleeberg-Knauthain“ geändert[2].
Ortsteilcharakteristik
Naturräumlich liegt der größte Teil des Ortsteils auf der Knautnaundorfer Schotter-Moränen-Platte[3]. Der Bereich östlich der Bebauung gehört zum Naturraum der Knautkleeberger Elster-Aue[3]. Ganz im Osten befindet sich das Elsterhochflutbett.
Der Ortsteil besteht aus den beiden früheren Dörfern Knautkleeberg und südlich anschließend Knauthain. Die Geschichte der Knautdörfer, zu denen außerhalb des Ortsteils noch Knautnaundorf gehört, geht bis ins Mittelalter zurück. Die beiden Dörfer im Ortsteil lagen östlich der Bahnstrecke Leipzig-Gera-Saalfeld und sind baulich bereits am Ende des 19. Jahrhunderts zusammengewachsen. Der Charakter der Bebauung ist heterogen und weist eine Spannbreite von dörflich bis städtisch auf. Die Ortslagen der früheren Dörfer sind durch die Dieskaustraße und die Seumestraße miteinander verbunden. Westlich der Bahnstrecke wurden in der Zwischenkriegszeit mehrere Siedlungen errichtet und nach 1989 durch Einfamilienhäuser ergänzt[4].
Am 13. Dezember 2023 wurde im Leipziger Stadtrat ein Ortsteilentwicklungskonzept für den Ortsteil beschlossen.[5]
Bevölkerung
|
Stand: 31.12. des jeweiligen Jahres
Sehenswürdigkeiten
- Schloss Knauthain mit Schlosspark
- Hoffnungskirche (1836, klassizistisch)
Infrastruktur

Schulen
- Berufsbildungswerk Leipzig
- 60. Grundschule in der Seumestraße
Gewässer
Der Knauthainer Elstermühlgraben wurde bereits im Mittelalter angelegt. In Knautkleeberg und Knauthain gab es jeweils eine Wassermühle. Beide stehen unter Denkmalschutz und wurden nach 1989 zu Wohnzwecken umgenutzt. Der Ortsteil liegt an der Weißen Elster und am Cospudener See, einem gefluteten Braunkohletagebau. In Knauthain liegen drei Dorfteiche hintereinander. Das frühere Fortunabad in der Elsteraue wird heute ebenfalls als Angelgewässer genutzt.
Politik
Bei den Wahlen zum Sächsischen Landtag gehört Knauthain zum Wahlkreis Leipzig 5, bei Bundestagswahlen zum Bundestagswahlkreis Leipzig II (Wahlkreis 153).
Die Bundestagswahl 2025 führte bei einer Wahlbeteiligung von 88,6 % zu folgendem Zweitstimmenergebnis:
| Partei | Knautkleeberg-Knauthain 2021[7] |
Knautkleeberg-Knauthain 2025[8] |
Stadt Leipzig 2025[9] | |
|---|---|---|---|---|
| AfD | 17,5 % | 28,4 % | 21,9 % | |
| CDU | 19,3 % | 22,9 % | 16,6 % | |
| Die Linke | 8,9 % | 11,5 % | 22,5 % | |
| SPD | 21,5 % | 10,1 % | 10,7 % | |
| Bündnis 90/Die Grünen | 11,2 % | 10,0 % | 13,6 % | |
| BSW | – | 9,1 % | 7,4 % | |
| FDP | 13,0 % | 3,9 % | 3,2 % | |
| Sonstige | 8,6 % | 4,1 % | 4,1 % |
Siehe auch
Weblinks
- Knautkleeberg-Knauthain. In: leipzig.de. Stadt Leipzig, abgerufen am 10. Februar 2026.
- Ortsteilkatalog 2018. (PDF) In: leipzig.de. Stadt Leipzig, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- „Wie wohnt und lebt es sich in Knautkleeberg-Knauthain?“ Ergebnisdokumentation zur Online-Umfrage. (PDF) In: leipzig.de. Stadt Leipzig, abgerufen am 10. März 2026.
- Ortsteilentwicklungskonzept Knautkleeberg-Knauthain. (PDF) In: leipzig.de. Stadt Leipzig, abgerufen am 10. März 2026.
- Kinderstadtplan Knautland. In: dksb-leipzig.de. Deutscher Kinderschutzbund, Ortsverband Leipzig, abgerufen am 10. März 2026.

