Knobelsdorf (Waldheim)
Ortsteil von Waldheim in Sachsen, Deutschland
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Knobelsdorf ist ein Ortsteil der Stadt Waldheim im sächsischen Landkreis Mittelsachsen. Gemeinsam mit den Ortsteilen Neuhausen, Meinsberg, Heyda, Rudelsdorf und Gebersbach bildet der Ort die Ortschaft Knobelsdorf. Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.[2]
Knobelsdorf Stadt Waldheim | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 51° 5′ N, 13° 5′ O | |
| Höhe: | 238 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,48 km²[1] | |
| Einwohner: | ca. 155 (2011)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 35 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1970 | |
| Eingemeindet nach: | Gebersbach-Knobelsdorf | |
| Postleitzahl: | 04736 | |
| Vorwahl: | 034327 | |
Lage von Knobelsdorf in Sachsen
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Blick auf Knobelsdorf von Nordosten | ||
Geographische Lage

Das Waldhufendorf Knobelsdorf liegt rund 5 km nordöstlich von Waldheim und ebensoweit südwestlich von Döbeln etwa in der Mitte des Dreiecks Chemnitz-Dresden-Leipzig auf rund 238 m. Direkt an Knobelsdorf grenzt westlich Gebersbach und östlich Heyda. Weitere Verkehrsanbindungen als die Durchgangsstraße bestehen nicht.
Geschichte
Die Geschichte des Ortes geht mindestens auf das Jahr 1203 zurück, als Isenhardus de Clouelokesdorp erwähnt wurde. Spätere Nennungen sind Kloblochsdorf (1265), Cnovelochistorph (1293), Knobelouchstorf (1378), Knoblachstorff (1465), Knobelstorff (1486) und Knobelsdorff (1547). Entsprechend seiner Lage gehörte der Ort 1378 zum castrum Döbeln. Später war der Ort zwischen verschiedenen Rittergütern und Ämtern aufgeteilt. Im Detail war die Zugehörigkeit wie folgt: 1554 Amt Meißen, Amt Döbeln; 1696 Amt Leisnig, Amt Rochlitz, Erbamt Meißen; 1764 Erbamt Meißen, Amt Leisnig, Amt Rochlitz; 1816 Amt Rochlitz, Amt Leisnig; 1843 Amt Leisnig, Amt Rochlitz. Später gehörte der Ort zum Gerichtsamt Waldheim, der Amtshauptmannschaft und dem Landkreis Döbeln, bis dieser 2008 im heutigen Landkreis aufging.[3]

Im Laufe der Jahrhunderte gehörte der Ort auch zu verschiedenen Rittergütern bzw. Städten; im Detail wie folgt: 1551 Rittergüter Kriebstein und Ortdorf, anteilig Amtsdörfer Döbelns und Meißens sowie dem Rat zu Döbeln zugehörig; 1696 und 1764 Amtsdorf Meißen, Rat zu Döbeln und Rittergut Ehrenberg. Knobelsdorf hat 1950 Heyda eingemeindet und wurde 1970 mit Gebersbach zu Gebersbach-Knobelsdorf fusioniert. Seit 1994 gehörte der Ort zur Gemeinde Ziegra-Knobelsdorf und seit der Aufteilung dieser Gemeinde zur Stadt Waldheim.
| Jahr | 1547/51 | 1764 | 1834 | 1871 | 1890 | 1910 | 1925 | 1939 | 1946 | 1950 | 1964 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 14 besessene Mann, 9 Gärtner, 28 Inwohner | 25 besessene Mann, 2 Häusler | 226 | 237 | 191 | 186 | 236 | 151 | 290 | 475 | 350 |
1925 lebten im Ort 207 Lutheraner und 29 Katholiken.
Ortschaft Knobelsdorf
Gemeinsam mit den Orten Gebersbach, Heyda, Meinsberg, Neuhausen und Rudelsdorf bildet der Ort die Ortschaft Knobelsdorf. Alle Orte waren früher Teil der Gemeinde Ziegra-Knobelsdorf. Der Ortschaftsrat der Ortschaft besteht aus 8 Mitgliedern, der auch einen Ortsvorsteher wählt.[2]
Weblinks
- Knobelsdorf im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Ortsteile In: Webauftritt der Stadt Waldheim
