Knoblauchspeck
gekochter Speck vom Kinn des Schweins mit Knoblauch gewürzt
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Zubereitung
Der Speck vom Bereich der Kehle und den unteren Wangen des Schweins[1] wird samt der von den Borsten befreiten Schwarte in viereckige Stücke geschnitten, in Salzwasser mit Knoblauchzehen glasig weich gekocht.[2][1] Danach aus dem Kochwasser herausgehoben, auskühlen lassen, austretendes Fett abschaben und die Stücke mit zerdrückten Knoblauchzehen einreiben und in einer Mischung aus Salz und scharfem Paprikapulver wälzen.[2] Oder auf ungarische Art etwas Schweineschmalz mit mildem Paprika verrühren und auf die Specksstücke auftragen.[1] Am besten zum frischen Verzehr geeignet, in dünne Scheiben geschnitten zu Brot, scharfen Peperoni, grüne Paprika, Frühlingszwiebeln, Radieschen oder Sauergemüse.[1]
Sonstiges
Göderl ist ein Diminutiv zu Goder (mhd. goder für Gurgel, Schlund) und bedeutet im Österreichischen und Bayerischen Doppelkinn.[3] Im Spanischen hat papada die gleiche Entsprechung von Doppelkinn. Im Vergleich zur deutschen Zerlegung der Schweinebacke ist dieses Teilstück ein fettärmerer, länglicher Zuschnitt von Schweinebacke und -kinn von ca. 650 g und ist in Spanien ein beliebtes Schmorstück, während eine geräucherte Schweinebacke in Deutschland im Kraut oder das österreichische Göderl in der Wurst verschwindet.[5]