Knoblauchspeck

gekochter Speck vom Kinn des Schweins mit Knoblauch gewürzt From Wikipedia, the free encyclopedia

Knoblauchspeck bezeichnet einen mit Knoblauch gewürzten Speck. Im österreichischen Burgenland sowie im angrenzenden Ungarn ist eine gekochte Variante[1] aus dem sogenannten Goderlspeck üblich.[2] Das Göderl ist ein Fleischstück vom Kinn des Schweins,[3] auch: Goderspeck.[4]

Zubereitung

Der Speck vom Bereich der Kehle und den unteren Wangen des Schweins[1] wird samt der von den Borsten befreiten Schwarte in viereckige Stücke geschnitten, in Salzwasser mit Knoblauchzehen glasig weich gekocht.[2][1] Danach aus dem Kochwasser herausgehoben, auskühlen lassen, austretendes Fett abschaben und die Stücke mit zerdrückten Knoblauchzehen einreiben und in einer Mischung aus Salz und scharfem Paprikapulver wälzen.[2] Oder auf ungarische Art etwas Schweineschmalz mit mildem Paprika verrühren und auf die Specksstücke auftragen.[1] Am besten zum frischen Verzehr geeignet, in dünne Scheiben geschnitten zu Brot, scharfen Peperoni, grüne Paprika, Frühlingszwiebeln, Radieschen oder Sauergemüse.[1]

Sonstiges

Göderl ist ein Diminutiv zu Goder (mhd. goder für Gurgel, Schlund) und bedeutet im Österreichischen und Bayerischen Doppelkinn.[3] Im Spanischen hat papada die gleiche Entsprechung von Doppelkinn. Im Vergleich zur deutschen Zerlegung der Schweinebacke ist dieses Teilstück ein fettärmerer, länglicher Zuschnitt von Schweinebacke und -kinn von ca. 650 g und ist in Spanien ein beliebtes Schmorstück, während eine geräucherte Schweinebacke in Deutschland im Kraut oder das österreichische Göderl in der Wurst verschwindet.[5]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI