Knolliger Baldrian
Art der Gattung Baldriane (Valeriana)
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Der Knollige Baldrian (Valeriana tuberosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Baldriane (Valeriana) in der Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoideae) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Sie ist vom Mittelmeerraum über Westasien bis zum Kaukasusraum und in Nordafrika verbreitet.[1]
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Knolliger Baldrian (Valeriana tuberosa) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Valeriana tuberosa | ||||||||||||
| L. |
Beschreibung

Vegetative Merkmale
Beim Knolligen Baldrian handelt es sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 70 Zentimetern erreicht. Ausläufer fehlen, das Rhizom ist knollig und dick. Der unverzweigte, selbstständig aufrecht wachsende Stängel ist meist kahl, selten zum Ansatz und an den Knoten behaart.[2]
Die Laubblätter sind in der Regel kahl oder allein am Rand kurz behaart, nur selten auch auf der Blattoberfläche behaart. Die Laubblätter am unteren Teil der Pflanze und am Stängelansatz sind einfach und gestielt. Ihr Blattstiel ist 10 bis 40 (selten 5 bis 45) Millimeter lang. Ihre einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 20 bis 70 (10 bis 80) Millimetern sowie einer Breite von 10 bis 50 (5 bis 60) Millimetern elliptisch, länglich-rund lanzettlich bis länglich-rund verkehrt-eiförmig. Die annähernd ungestielten oder auch gestielten mittleren bis oberen Laubblätter sind fiederschnittig oder fiederspaltig mit zwei bis sechs Fiederblattpärchen. Ihr Blattstiel ist 8 bis 25 (2 bis 30) Millimeter lang. Ihre Spreite weist eine Länge von 25 bis 55 (15 bis 65) Millimetern sowie eine Breite von 8 bis 20 (selten ab 5) Millimetern auf. Die einzelnen Fiedern sind linealisch, 6 bis 25 (4 bis 34) Millimeter lang und 3 bis 8 (1 bis 10) Millimeter breit.[2]
Generative Merkmale
Der drüsig behaarte Blütenstand enthält einfache, kahle, lanzettlich-ahlenförmige Tragblätter sowie einfachene, schwach drüsig behaarte, dreieckig-lanzettliche Deckblätter.[2]
Die zwittrige Blüte besitzt eine doppelte Blütenhülle. Die rote Krone misst 5 bis 7,2 (4 bis 8) Millimeter und ist auf der Außenseite kahl, die Blütenröhre innen behaart, die äußeren Kronlappen messen 1,2 bis 2 (1 bis 2,3) Millimeter, die inneren 0,9 bis 1,8 (0,6 bis 2) Millimeter. Es sind drei Staubblätter vorhanden. Die Staubbeutel sind 0,8 bis 1,1 Millimeter lang.[2]
Die Achäne sind bei einer Länge von meist 2,7 bis 3,9 (2,3 bis 4,5) Millimetern eiförmig.[2]
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[3][2]
Vorkommen
Valeriana tuberosa ist vom Mittelmeerraum über Westasien bis zum Kaukasusraum und in Nordafrika verbreitet.[1] Es gibt Fundortangaben für das nördliche Algerien, Tunesien, Portugal, Spanien, Frankreich, Korsika, Sizilien, Italien, das frühere Jugoslawien, Albanien, Bulgarien, Griechenland, die Türkei, Moldawien, die Ukraine, die Krim, Ciskaukasus, Dagestan und den südlichen europäischen Teil Russlands.
Sie kommt im Mittelmeerraum in Höhenlagen von 300 bis 2350 Metern vor, vorzugsweise auf Kalkstein in Lichtungen unter anderem von Steineichen- und Kermeseichenwäldern.
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung von Valeriana tuberosa erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 33.
Literatur
- F. M. Vázquez Pardo, J. A. Devesa, J. López Martínez: Valeriana. In: Flora Iberica, Band XV: Rubiaceae-Dipsacaceae, 2007, ISBN 978-84-00-08567-4. CLVII VALERIANACEAE. PDF, 7. V. tuberosa L. auf S. 220–221.