Kockums KL-420
Muldenkipper
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Der Kockums KL-420 ist ein zweiachsiger Muldenkipper, der von 1965 bis 1974 vom schwedischen Hersteller Kockum-Landsverk gebaut wurde und primär für den Einsatz im Tagebau sowie im Erdbau auf Großbaustellen konzipiert war.
| Kockums | |
|---|---|
Muldenkipper KL-420 in einem schwedischen Kalksteintagebau in den 1970er-Jahren | |
| KL-420 | |
| Hersteller | Kockum-Landsverk |
| Produktionszeitraum | 1965–1974 |
| Vorgängermodell | Kockums LT-2A |
| Nachfolgemodell | Kockums KL-424 |
| Technische Daten | |
| Bauformen | Muldenkipper |
| Motoren | Scania-Vabis DS 11 (6-Zyl.-Diesel) |
| Leistung | 225 PS / 165 kW |
| Nutzlast | 20 t |
| zul. Gesamtgewicht | 35,7 t |
Modellgeschichte
Die Entwicklung des Muldenkippermodells geht auf das Jahr 1957 zurück, als Kockum-Landsverk mit der Planung eines Muldenkippers nach amerikanischem Vorbild für den europäischen Markt begann.[1] Im Jahr 1961 wurde der LT 18 vorgestellt, der die konstruktive Grundlage für die nachfolgenden Modelle bildete.[2] Merkmale waren ein enger Radstand, eine ungefederte Hinterachse sowie eine Ausführung als Frontlenker mit Einsitzerkabine.
Aus dem LT 18 entstand 1963 zunächst das Modell LT-2A und schließlich 1965 der KL-420. Auf Basis des KL-420 wurden 1974 der KL-424 und 1975 der KL-425 (mit ca. 290 PS und 22,5 Tonnen Nutzlast) entwickelt.[2] Letzterer wurde 1979 zum Kockum 425B weiterentwickelt und nach der Übernahme durch Volvo BM noch bis 1984 produziert.[3] Zudem diente der KL-420 als Basis für die schwerere Baureihe KL-440, die ab 1967 gebaut wurde und eine Nutzlast von 32 Tonnen transportieren konnte.[4]
Technik
Der Muldenkipper ist als Frontlenker mit einer linksseitig angeordneten Einsitzerkabine ausgeführt. Er wird von einem Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor vom Typ DS 11 von Scania-Vabis mit 11 Litern Hubraum angetrieben. Der Motor hat eine Bohrung von 127 mm und leistet 225 PS bei 2200 min−1.[5] Die Kraftübertragung erfolgt über eine Einscheibentrocken-Lamellenkupplung vom Typ G 90 KR und ein Getriebe vom Typ G 672 mit zehn Vorwärts- und zwei Rückwärtsgängen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h.[5]
Das Fahrzeug hat eine Gesamtlänge von 6,54 m, eine Breite von 3,20 m und im unbeladenen Zustand eine Höhe von 3,08 m.[5] Aufgrund des kurzen Radstandes beträgt der Wenderadius 7,3 m.[6] Die Vorderachse ist mit Blattfedern und Stoßdämpfern ausgestattet, die mit Zwillingsreifen bestückte Hinterachse ist ungefedert. Die maximale Steigfähigkeit im beladenen Zustand wird mit 46 % angegeben.[6]
Die Mulde kann mittels Hydraulikzylindern bis zu einem Winkel von 71° gekippt werden. Bei einer Leermasse von 15,7 Tonnen und einer Nutzlast von 20 Tonnen ergibt sich eine zulässige Gesamtmasse von 35,7 Tonnen.[5]
