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Kodi (Unternehmen)

Haushaltswaren-Discounter mit Firmensitz in Oberhausen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Kodi Handels GmbH (Eigenschreibweise: KODi) ist ein deutsches Einzelhandels-Unternehmen mit operativem Hauptstandort in Oberhausen, Nordrhein-Westfalen. Juristischer Sitz der Gesellschaft ist jedoch in Landsberg in Sachsen-Anhalt.[1]

Schnelle Fakten
Kodi Handels GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1981
Sitz Landsberg (Saalekreis), Deutschland Deutschland
Leitung Fabian Grund
Mitarbeiterzahl 2.458 (2021)
Umsatz 142,6 Mio. Euro (2021)
Branche Einzelhandel für Drogerie- und Haushaltswaren
Website www.kodi.de
Stand: 31. Dezember 2021
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Kodi betreibt rund 245 Standorte in Deutschland (davon einen Großteil in Nordrhein-Westfalen). Als Nahversorger des täglichen Bedarfs befinden sich die Filialen überwiegend in Stadtteillagen von Großstädten sowie in mittleren und kleinen Innenstädten.

Geschichte

Kodi wurde 1981 von der SPAR Lebensmittelgroßhandlung Karl Koch & Sohn aus Langenfeld gegründet. Der Name KODi setzt sich aus „KO“ für den Gründernamen Koch und „Di“ für Discount zusammen.[2] Im Jahr 1982 wurde die erste Filiale in Düsseldorf-Rath eröffnet. Mitte der 1980er Jahre ging das Unternehmen Karl Koch & Sohn in die SPAR Handels-AG über. Kodi wurde zum 1. Januar 2002 an die Meridian Immobilien- und Verwaltungs GmbH in Leipzig verkauft.[3]

Am 28. November 2024 beantragte Kodi die Einleitung eines Schutzschirmverfahrens.[4] Im März 2025 teilte Kodi mit, 80 von 230 Filialen zu schließen und 520 von noch 1720 Mitarbeitern zu entlassen. Ein Konsortium um den Kodi-Gesellschafter Richard Nölle habe sich darauf verständigt, 150 Filialen und etwa 1200 Beschäftigte zu übernehmen.[5]

Im Februar 2026 übernahm die Kodi-Muttergesellschaft Kodi Beteiligungs GmbH den in Ostdeutschland agierenden Nonfood-Discounter Mäc Geiz, der somit nun ein Schwesterunternehmen von Kodi ist.[6]

Am 14. Juli 2026 stellte die Kodi Handels GmbH beim Amtsgericht Halle (Saale) erneut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.[7][8] Das Gericht entsprach dem Antrag und ordnete die vorläufige Eigenverwaltung an.[9] Der Geschäftsbetrieb wird zunächst an allen Standorten fortgeführt.[7][8] Zugleich kündigte Kodi-Geschäftsführer Fabian Grund an, voraussichtlich rund 50 der verbliebenen 150 Filialen zu schließen und Arbeitsplätze abzubauen.[8][9] Das Unternehmen beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 1.200 Mitarbeitende.[8][10] Als Gründe für die erneute Insolvenz nannte Kodi unter anderem die anhaltend schwierige Lage im Einzelhandel, steigende Miet-, Energie- und Lohnnebenkosten sowie den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Online-Handel.[7][10]

Produkte

Das Kodi-Sortiment umfasst dauerhaft ca. 2700 Artikel – insbesondere des täglichen Bedarfs, z. B. aus den Bereichen Drogerie, Haushalt, Putzen und Reinigen, Desinfektion, Küche, Schreibwaren, Bücher, Taschenbücher sowie Lebensmittel und Getränke. Kodi führt sowohl Herstellermarken als auch Eigenmarken.[11]

Einzelnachweise

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