Kokoroko

britische Band From Wikipedia, the free encyclopedia

Kokoroko ist ein in London ansässiges britisches Band-Kollektiv unter der Leitung von Sheila Maurice-Grey und Onome Edgeworth, die eine Fusion aus Jazz und Afrobeat darbietet. Der Bandname stammt von einem Wort aus der Sprache des Volkes der Urhobo in Kenia und bedeutet „sei stark“ oder „unbeugsam“.[1]

Schnelle Fakten Allgemeine Informationen, Herkunft ...
Kokoroko
Kokoroko beim Glastonbury Festival, 2019.

Kokoroko beim Glastonbury Festival, 2019.

Allgemeine Informationen
Herkunft London, England
Genre(s) Jazz, Afrobeat
Aktive Jahre
Gründung 2014
Auflösung
Website kokorokomusic.co.uk
Gründungsmitglieder
Trompete, Flügelhorn, Gesang
Sheila Maurice-Grey (Gründerin und Co-Bandleader)
Congas, Percussion
Onome Edgeworth (Gründer und Co-Bandleader)
Aktuelle Besetzung
Sheila Maurice-Grey
Onome Edgeworth
Anoushka ‘Noushy’ Nanguy
Tobi Adenaike-Johnson
Yohan Kebede
Duane Atherley
Ayo Salawu
Ehemalige Mitglieder
Cassie Kinoshi
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Geschichte

Kokoroko wurde ursprünglich 2014 gegründet, als sich die beiden Musiker Sheila Maurice-Grey (Trompete, Flügelhorn, Gesang) und Onome Edgeworth (Congas, Percussion, Gesang) auf einer Künstlerreise in Kenia kennenlernten und aufgrund ihrer gemeinsamen Vorliebe für Musik eine innige Freundschaft schlossen.[2] Zudem hatten sie auf einem dortigen Musikworkshop die Afrobeat-Musik entdeckt. Alle heutigen Mitglieder von Kokoroko sind in London aufgewachsen, haben aber afrikanische Wurzeln.[3] Nachdem die Band ein Jahr lang in kleinen Clubs aufgetreten war, begann sie auf Festivals zu spielen. Zu dem Sampler We Out Here von Brownswood steuerte sie 2018 den Song Abusey Junction bei. Der entwickelte sich zu einem viralen Hit und er hat mittlerweile über 75 Millionen Streams auf Spotify.[3] 2019 wurde die Formation von der renommierten, britischen Tageszeitung The Guardian zur Kategorie Ones to Watch (dt. "Die man unbedingt sehen sollte") erklärt.[4]

Das Kollektiv wurde bei den Urban Music Awards 2020 als „Beste Gruppe“ ausgezeichnet.[5] Ein Jahr später erhielt die Band den prestigeträchtigen Preis als „Jazzensemble des Jahres 2021“ bei den Parliamentary Jazz Awards.[6]

Die Band veröffentlichte 2019 unter dem einfachen Titel Kokoroko ihre erste EP. 2022 folgte das Debüt-Album Could We Be More, das gute Kritiken erhielt, in den UK Album Charts bis auf den 30. Platz aufstieg[7][8][9] und aufgrund seiner mitreißenden Energie für ein Live-Album gehalten wurde. Man sagt auch, Kokoroko spielt eine Art "Afrobeat der Zukunft."[3] Im September 2022 gaben sie bei der weltweit ausgestrahlten Veranstaltung, den BBC Proms in der Royal Albert Hall ein Konzert.[10]

Am 1. November 2024 veröffentlichte Kokoroko ihre neue EP Get The Message. Der Mitbegründer der Band Onome Edgeworth erklärt ihre Intention: „Wir wollten eine Stimme der Hoffnung und des Trostes sein in einer Zeit, die nicht immer von positiver Energie, Einheit und Zusammengehörigkeit geprägt ist.“

Ein Meilenstein in der internationalen Präsenz des Kollektivs aus London war ein Auftritt bei dem US-amerikanischen Rundfunksenders NPR am 20. Oktober 2025: Kokoroko spielte ein Tiny Desk Concert mit vier ihrer bekanntesten Kompositionen.[11] Dabei saß der britische, ehemalige Berklee-Absolvent Joel “JC” Clarke[12] am Schlagzeug.

Kokoroko am 15. Oktober 2024 im Beanfield Theater in Montréal, Kanada

Die Band tourt seit ihrer Gründung außerhalb von Großbritannien in Frankreich, Belgien, Deutschland und den Niederlanden. Im Jahr 2024 uns 2025 unternahm die Band eine ausgedehnte US- und Kanada-Tournee, die sie bis nach São Paulo in Brasilien sowie Australien führte.

Das zweite Studio-Album Tuff Times Never Last wurde am 11. Juli 2025 offiziell veröffentlicht. Dazu der Co-Bandleader Onome Edgeworth: „Wir sind so viel auf Tour, da muss es Spaß machen. Wenn alle Songs zu ernst und intensiv sind, kann man manchmal den Spaß daran verlieren“, sagt er über den Schwerpunkt ihrer Musik über die Up-Tempo-Songs des Albums. „Wir haben uns gefragt, wie wir uns die nächsten Jahre vorstellen. Daraufhin haben wir Musik geschrieben, der wir Farbe und Verspieltheit verliehen haben.“[13] Das Album ist ein Paradebeispiel dafür und bewegt sich zwischen Brit-Funk der 80er Jahre, Neo-Soul, westafrikanischer Disco, Bossa Nova, Rock und Funk.

Kokoroko wurde für den UK Jazz Act of the Year bei den Jazz FM Awards 2026 nominiert.[14] Die Jazz FM Awards spiegeln den Geist von Jazz FM wider, einem der weltweit renommiertesten Jazzradiosender in London/Großbritannien mit seiner Begeisterung für die zeitgenössische Jazzszene von heute. Die Awards würdigen die vielseitige Mischung aus Jazz, Blues und Soul, die vom Sender gespielt und unterstützt wird, wie Mainstream, Straight-Ahead, Smooth, Fusion, Funk, Latin und Big Band. Eine internationale Jury wählt dazu für die jeweilige Award-Kategorie Künstler aus, die aus dem gesamten britischen Jazz-Spektrum jedes Jahr bewertet werden.

Auch 2026 spielen Kokoroko auf verschiedenen Festivals in Europa, USA und Kanada,[15] darunter auf dem Victoria International JazzFest[16] (früher bekannt als JazzFest International), dem ältesten professionellen Musikfestival auf Vancouver Island in Kanada. Weiterhin ist ein erster Auftritt in Asien am 25. Juli 2026 auf dem 3-tägigen Fuji Rock Festival in Niigata, Japan, vorgesehen.[17]

Diskografie

  • Kokoroko (2019; EP)
  • Could We Be More (Brownswood 2022) – UK Albums Charts # 30[18]
  • Could We Be More Remixes (Brownswood 2023)
  • Tuff Times Never Last (Brownswood 2025)

Nominierungen und Auszeichnungen

  • 2019 - Nominierung von The Guardian in der Kategorie "Ones to Watch" (dt. "Die man unbedingt sehen sollte")
  • 2019 - Auszeichnung mit dem Musikstück des Jahres "Abusey Junction" bei den Gilles Peterson's Worldwide Awards
  • 2020 - Auszeichnung mit dem Urban Music Award 2020 als „Beste Gruppe“
  • 2020 - Listung bei den "The Austin 100" (Redakteure von NPR Music wählen 100 Künstler pro Jahr in Austin/Texas für das SXSW-Musikfestival)[19]
  • 2021 - Auszeichnung als „Jazzensemble des Jahres 2021“ bei den Parliamentary Jazz Awards
  • 2022 - Auszeichnung als eines der 10 besten Jazz-Alben des Jahres von der Zeitung The Guardian für das Debütalbum "Could We Be More"
  • 2022 - Nominierung als Musikgruppe des Jahres "Band of the Year" bei den Jazz FM Awards
  • 2022 - Nominierung in der Kategorie „Best Jazz Act“ bei den MOBO Awards 2022 in Grossbritannien
  • 2026 - Nominierung für den UK Jazz Act of the Year als „Jazzensemble des Jahres 2026“ bei den Jazz FM Awards

Einzelnachweise

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