Kommissar Dupin

deutsche Kriminalfilmreihe From Wikipedia, the free encyclopedia

Kommissar Dupin ist eine Kriminalfilmreihe der ARD mit Pasquale Aleardi in der Rolle des Commissaire Georges Dupin, die seit 2014 ausgestrahlt wird. Die Serie basiert auf den Romanen von Jörg Bong, die unter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec publiziert wurden. Alle bisher erschienenen Filme wurden an Originalschauplätzen in der Bretagne gedreht.[1]

TitelKommissar Dupin
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
GenreKrimi
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Fernsehserie
Titel Kommissar Dupin
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Genre Krimi
Länge 90 Minuten
Episoden 13+ (Liste)
Produktions­unternehmen filmpool fiction GmbH
Idee Jean-Luc Bannalec
Produktion Iris Kiefer, Mathias Lösel, Jörn Kasbohm
Musik Biber Gullatz, Andreas Schäfer, Steffen Kaltschmid, Fabian Römer,
Kamera Klaus Merkel, Arthur W. Ahrweiler, Hendrik A. Kley, Tobias Schmidt
Schnitt Birgit Gasser, Horst Reiter, Philipp Stahl, Patricia Testor
Erstausstrahlung 24. Apr. 2014 auf Das Erste
Besetzung
Schließen

Handlung

Der eigenwillige Commissaire Georges Dupin wird von Paris in die Bretagne nach Concarneau strafversetzt. Da er gewohnt ist, in der Großstadt zu leben, fällt es ihm schwer, sich in der westfranzösischen Provinz zurechtzufinden. Weil auch die Bretonen eigenwillig und Fremden gegenüber reserviert sind, muss er sich durch gute Ermittlungsarbeit Respekt verschaffen und lernen, sich an die Lebensgewohnheiten der Einheimischen anzupassen. Hierbei wird er auch von seiner Sekretärin Nolwenn unterstützt, die ihm Tipps zu den Eigenarten der Region und ihrer Einwohner gibt. Im Verlauf der Serie steigt der Respekt seines neuen Umfelds, und er wird nicht mehr wie anfangs wie ein Tourist aus dem Ausland behandelt. Seine Pariser Herkunft lässt sich dennoch nicht immer verleugnen.

Besonderheiten der Verfilmung

Unterschiede zu den Büchern

Das L'Amiral, Dupins Stammlokal in Concarneau

Die Figur des Kommissars ist in den Filmen völlig anders angelegt als in den Büchern. Während Dupin in der literarischen Vorlage zusehends „bretonisiert“ wird und eher behäbig ist, ist er in den Filmen ein neurotischer Großstädter und ein Fremder unter den Bretonen. In den Romanen hat er eine ausgeprägte Vorliebe für maritime Gerichte, in den Filmen dagegen eine (vermutlich eingebildete) Fischallergie. Auch die Assistenten des Kommissars sind anders dargestellt und eher als Karikaturen angelegt.

Drehorte

Das Polizeipräsidium, das in den Episoden 1 und 2 zu sehen ist, ist in Wirklichkeit das Theater Centre des Arts de Concarneau (CAC).[2] Auch die Innenaufnahmen mit Blick aufs Meer sind dort gedreht. In den Episoden 4 und 5 wurde als Polizeipräsidium in Concarneau das Gebäude der Chambre de commerce et d'industrie (Industrie- und Handelskammer) genutzt, in den Episoden 7, 8 und 10 der Pôle Nautique de la Croix. In weiteren Episoden dienten Gebäude in der Nähe der Hauptdrehorte als Polizeipräsidium, in Episode 3 im Hafen von La Turballe (Service Social Maritime), in Episode 6 in Trébeurden (Centre Philippe Joppé)[3] und in Episode 9 in Saint-Malo (Palais du Grand-Large). Das z. B. in der Folge Bretonische Flut eingesetzte Polizeiboot Police Maritime ist die Meroe, ein von der Firma Finist'mer excursions eingesetztes Ausflugsboot.

Besetzung

Weitere Informationen Name, Schauspieler ...
Name Schauspieler Bemerkungen Folge Jahr
Georges Dupin Pasquale Aleardi Commissaire 1– 2014–
Nolwenn Annika Blendl
Franziska Wulf
Sekretärin 1–8
9, 11–13
2014–2020
2021–2026
Riwal Ludwig Blochberger Inspecteur 1–5 * 2014–2017
Thierry Kadeg Jan Georg Schütte Inspecteur 1– 2014–
Locmariaquer Udo Samel Präfekt 4–5 2017
Claire Chauffin / Dupin Esther Zimmering
Janina Rudenska
Christina Hecke
Dupins Freundin
bzw. Ehefrau
2
4–5
6–8, 10–12
2014
2017
2018–2024
Nevou Gisa Flake Gendarmin 10– 2022–
Schließen

* Die Figur des Inspektors Riwal kommt in den Verfilmungen nur bis zur fünften Folge vor, während er in den Romanen auch in den weiteren Krimis Bestandteil von Dupins Team ist.

Episodenliste

Weitere Informationen Nr., Original­titel ...
Nr. Original­titelErstaus­strahlungRegieDrehbuchZuschauer
1 Bretonische Verhältnisse16. Apr. 2014[4]Matthias TiefenbacherMartin Ess, Gernot Gricksch3,94 Mio.[5]
2 Bretonische Brandung27. Nov. 2014Matthias TiefenbacherGernot Gricksch4,70 Mio.[6]
3 Bretonisches Gold19. März 2015Thomas RothGernot Gricksch4,34 Mio.[7]
4 Bretonischer Stolz2. März 2017Thomas RothClemens Murath4,57 Mio.[8]
5 Bretonische Flut9. März 2017Thomas RothClemens Murath, Thomas Roth5,04 Mio.[9]
6 Bretonisches Leuchten1. März 2018Dagmar SeumeEckhard Vollmar4,22 Mio.[10]
7 Bretonische Geheimnisse11. Apr. 2019Bruno GrassEckhard Vollmar4,63 Mio.[11]
8 Bretonisches Vermächtnis14. Mai 2020Bruno GrassEckhard Vollmar6,74 Mio.[12]
9 Bretonische Spezialitäten6. Mai 2021Bruno GrassEckhard Vollmar7,16 Mio.[13]
10 Bretonische Idylle14. Apr. 2022Janis Rebecca RattenniEckhard Vollmar5,73 Mio.[14]
11 Bretonische Nächte20. Apr. 2023Holger HaaseEckhard Vollmar5,87 Mio.[15]
12 Bretonischer Ruhm28. März 2024Holger HaaseEckhard Vollmar6,61 Mio.[16]
13 Bretonische Sehnsucht2. Apr. 2026Anja GurresEckhard Vollmar5,38 Mio.[17]
Schließen

Internationale Ausstrahlung

Die Serie wird seit 2017 in Italien[18] und seit 2018 in Frankreich[19] ausgestrahlt.

Running Gags

Neben humorvollen Elementen der Serie äußert sich ein Running Gag darin, dass die Fotosammlung Verdächtiger (zur Findung eines Gesamtbildes) nicht auf einer Tafel notiert wird, sondern dass Dupin irgendwelche Gegenstände (und sei es auf einem gedeckten Tisch) mit Schnüren und Fäden sowie daran gehängte Fotos versucht, zu einem Gesamtbild zu verspinnen.

Ein weiterer sind die Radarfallen, die nicht nur den Kommissar in allen möglichen Stimmungen ablichten.

Missgeschicke, unerwartete Probleme und sonstige Rückschläge kommentiert Kommissar Dupin immer mit den Worten: „So‘n Scheiß!“, die Übersetzung des französischen Fluchs „Merde!“.

DVD – Veröffentlichungen

  • Folge 1–3 erschienen am 10. März 2016
  • Folge 4–6 erschienen am 8. November 2018
  • Folge 1–7 erschienen am 7. November 2019

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI