Konduitenliste

Sammlung von Berichten Vorgesetzter über das inner- und außerdienstliche Wohlverhalten sowie die Befähigung von nachgeordneten Militärangehörigen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Konduitenliste war eine Sammlung von Berichten Vorgesetzter über das inner- und außerdienstliche Wohlverhalten sowie die Befähigung von nachgeordneten Militärangehörigen, Gendarmen und Beamten des preußischen Staates im 18. und 19. Jahrhundert.

Konduitenliste 7. Gendarmerie Brigade 1830–1832
Konduitenliste 1824, Gendarm Ludwig Heynau, stationiert: Laasphe (Ausschnitt)

Der Begriff wurde vom französischen Wort Konduite = Betragen abgeleitet.[1][2] Führungslisten z. B. der preußischen Gendarmen wurden in den jeweiligen Gendarmerie Brigaden jährlich erstellt und gaben detailliert Auskunft über den Vor- und Nachnamen, seine Heimat, das Alter, die Größe, den allgemeinen Lebensgang des Beurteilten, die familiären Verhältnisse, seinen Dienstrang, die militärische Vorbildung und Verwendung, Angehörigkeitsdauer bei der Gendarmerie, Teilnahme an Feldzügen, Ehrenzeichen, Bestrafungen, Belobigungen, körperlichen Zustand, Kenntnisse, Fertigkeiten, wirtschaftliche Verhältnisse, Verhalten außerhalb des Dienstes sowie innerdienstliches und sittliches Benehmen.[3]

Konduitenlisten des Preußischen Heeres und der Königlich Preußischen Landgendarmerie sind in großer Zahl im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz archiviert.[4]

Einzelnachweise

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