Konrad Oebbeke
deutscher Mineraloge
From Wikipedia, the free encyclopedia
Konrad Oebbeke, auch Oebbecke, (* 2. November 1853 in Hildesheim; † 1. Februar 1932 in München) war ein deutscher Mineraloge und Geologe. Er war Professor an der Universität Erlangen und der TU München.
Oebbeke studierte in Heidelberg und Erlangen. Während seines Studiums wurde er 1874 Mitglied der Burschenschaft Germania Erlangen und 1877 der Burschenschaft Allemannia Heidelberg.[1] Er wurde 1877 in Würzburg promoviert („Ein Beitrag zur Kenntniss des Paläopikrits und seiner Umwandlungsproducte“). Danach war er Assistent bei der Bayerischen Geologischen Landesaufnahme. 1881 habilitierte er sich in München (Beiträge zur Petrographie der Philippinen und der Palau-Inseln). 1882 wurde er Privatdozent für Mineralogie in München und 1887 Professor für Mineralogie in Erlangen. Im Jahr 1888 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[2] 1895 wurde er Professor an der TH München. 1927 ging er in den Ruhestand. Konrad Oebbeke war sehr aktiv auf Aufbau der Sammlung und Ausstellung verschiedener Abteilungen im Deutschen Museum beteiligt, was sein dort gelagerter umfangreicher Nachlass beweist[3]. Er veröffentlichte über Minerallagerstätten und Mineralien sowie Bodenschätze in Bayern, besonders solche von wirtschaftlicher Bedeutung. Er machte auf die Mineral-Fundstelle von Epprechtstein im Granit des Fichtelgebirges aufmerksam. Oebbeke betreute die 12. bis 16. Auflage der Tafeln zur Bestimmung der Mineralien von Franz von Kobell und die 6. und 7. Auflage des Lehrbuchs der Mineralogie von Kobell (mit Ernst Weinschenk). Die wissenschaftliche Bindung zu Franz von Kobell ist nicht zufällig, da Konrad Oebbeke Ehefrau Helene eine Enkelin des Mineralogen und Mundartdichters Franz von Kobell war.
Konrad Oebbeke starb 1932 im Alter von 78 Jahren in München.
Grabstätte

Die Grabstätte von Konrad Oebbeke befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 11 – Reihe 12 – Platz 17, Standort). In dem Grab liegen auch seine Frau Helene und deren Eltern Johann August Eisenhart und Luise Eisenhart (geb. Kobell) für die das Grab errichtet worden war[4][5].
Schriften
- Das Vorkommen, die Beschaffenheit und die wirtschaftliche Bedeutung des Erdöls. In: Petroleum Nr. 6, 1910, S. 2169.
- Die technisch nutzbaren Gesteinsvorkommen im Königreich Bayern. In: Der Steinbruch, 1912, S. 230–257.
- Die neue Jodquelle bei Wiessee am Tegernsee. In: Zeitschrift des Internationalen Verbands der Bohringenieure und Bohrtechniker, Nr. 18, 1913.
- mit B. Förster: Tiefbohrungen am Tegernsee. In: Geognostische Jahreshefte, 35. Jg., 1922, S. 83–160.
Literatur
Weblinks
- Nachlass von Konrad Oebbeke (1853-1932) im Deutschen Museum. In: deutsches-museum.de. 18. Februar 2026.