Konstanzmethode

Methode zur Bestimmung einer Reizschwelle From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Konstanzmethode ist eine Methode zur Schwellenbestimmung für bestimmte Reize an menschlichen Probanden.[1] Sie wurde 1860 zuerst von Gustav Theodor Fechner als Methode der richtigen und falschen Fälle beschrieben.[2]

Die durch die Konstanzmethode ermittelte psychometrische Funktion hat meist die Form einer logistischen Kurve

Der Proband wird sehr häufig in zufälliger Reihenfolge mit gleichartigen Reizen verschiedener Stärken stimuliert, dabei sind sowohl deutlich unterschwellige als auch deutlich überschwellige Reize. Der Proband antwortet immer dann mit „Ja“, wenn er glaubt, einen Reiz wahrgenommen zu haben. Anschließend wird die Erkennungswahrscheinlichkeit (Anteil der „Ja“-Antworten) gegen die Reizstärke aufgetragen.

Man erhält mit dieser Methode eine psychometrische Funktion. Diese verläuft sigmoid, da deutlich unterschwellige Reize nie und deutlich überschwellige Reize immer erkannt werden. Die Absolutschwelle für diesen Reiz liegt – per Konvention – bei der Reizstärke, bei der in 50 Prozent der Fälle eine Erkennung stattfand (point of subjective equality, PSE).

Literatur

  • Manuel Kühner, Heiner Bubb, Klaus Bengler und Jörg Wild: Adaptive Verfahren in der Psychophysik -- Effiziente Bestimmung von Absolut- und Unterschiedsschwellen. In: Ergonomie aktuell. Ausgabe 13. 2012. (Direktlink)
  • Manuel Kühner: Haptische Unterscheidbarkeit mechanischer Parameter bei rotatorischen Bedienelementen, Dissertation, Technische Universität München, 2014 (Link)

Einzelnachweise

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