Koreanistik
Arealwissenschaft mit Forschungsgegenstand Korea
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Koreanistik (in Österreich: Koreanologie) ist eine Regionalwissenschaft, deren Forschungsgegenstand Korea im weiteren Sinne bildet. Bedeutende Themenfelder sind die koreanische Sprache, Literatur, Kultur (auch Kunst oder Musik) und Geschichte. Zusammen mit der Sinologie und Japanologie zählt sie zum Bereich der Ostasienwissenschaften.

Als Begründer der westdeutschen Koreanistik gilt der Benediktinerpater Andre Eckardt, der in Korea als Missionar tätig war. 1931 wurde er Ostasienreferent und stellvertretender Direktor des Internationalen Forschungsinstituts für Erziehungswissenschafte der TH Braunschweig, 1957 erhielt er einen Lehrauftrag für Koreanistik am Ostasiatischen Seminar der Universität München, den er noch bis kurz vor seinem Tod am 3. Januar 1974 ausübte. Den ersten Lehrstuhl für Koreanistik in Deutschland hatte Helga Picht ab 1986 an der Sektion Asienwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.
In Deutschland ist die Koreanistik statistisch nicht als eigene Studienrichtung, sondern zusammen mit Sinologie bzw. Chinastudien aufgeführt. Dort waren im Wintersemester 2024/25 2.761 Studierende in der Sinologie oder Koreanistik immatrikuliert, davon 2.076 deutsche und 685 ausländische Studierende. 311 (237 deutsche und 74 ausländische) Personen nahmen in diesem Semester ein Studium der Sinologie auf. 71 % der Studierenden sind weiblich.[1] In Österreich waren im Wintersemester 2019/20 425 Studierende in der Koreanologie immatrikuliert, davon 84 % weiblich, in Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens waren 137 Studierende immatrikuliert, davon 65 % weiblich.[2]
Lehre im deutschsprachigen Raum
| Universität | Standort | Studiengänge | Professoren |
|---|---|---|---|
| Freie Universität Berlin |
|
| |
| Ruhr-Universität Bochum |
|
||
| Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn |
|
keine eigene Professur | |
| Universität Hamburg |
|
||
| Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
|
| |
| Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
|
| |
| Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main |
|
| |
| Universität Wien |
|
|