Korsische Minze

Art der Gattung Minzen (Mentha) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Korsische Minze (Mentha requienii), auch Zarte Minze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Minzen (Mentha) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Korsische Minze

Korsische Minze (Mentha requienii)

Systematik
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Tribus: Mentheae
Untertribus: Menthinae
Gattung: Minzen (Mentha)
Art: Korsische Minze
Wissenschaftlicher Name
Mentha requienii
Benth.
Schließen

Merkmale

Die Korsische Minze ist eine immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze mit scharfem Geruch, die Rasen bildet und bei normalerweise niederliegendem Habitus Wuchshöhen von 3 bis 12 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl oder schwach behaart. Sie bildet oberirdische Ausläufer aus. Die sich ausbreitenden Stängel sind fädig.

Sowohl Laubblätter als auch Tragblätter sind gestielt und besitzen einfache Blattspreiten, die 2 bis 7 Millimeter lang werden, rundlich-eiförmig bis elliptisch und am Spreitenrand ganzrandig und gebuchtet sind.

Korsische Minze (Mentha requienii), blühend

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Weniger als 6 Blüten stehen in Scheinquirlen beieinander. Sie befinden sich einzeln an Knoten. Die Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kelchblätter verwachsen zu einem 1 bis 1,5 (selten bis 2,5) Millimeter langen, kreisel- bis glockenförmigen Kelch mit dreieckig-pfriemlichen Kelchzipfeln. Die fünf hell lilafarbenen Kronblätter sind zu einer geraden Kronröhre und einer nur schwach zweilippigen Krone verwachsen.

Die Früchte sind Zerfallsfrüchte, die sich in hellbraune Klausen mit glatter Oberfläche aufspalten.

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.[1]

Vorkommen und Gefährdung

Die Korsische Minze kommt auf Korsika, Sardinien und der italienischen Insel Montecristo in lichten Wäldern vor. In West-Europa ist die Art verwildert.[2]

Die Korsische Minze wird in der Roten Liste gefährdeter Arten der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) als nicht gefährdet (LC – Least Concern) geführt.[3]

Systematik

Die Korsische Minze wurde 1833 von George Bentham in Labiatarum Genera et Species, Band 2, Seite 182 bis 183 als Mentha requienii ("requieni") erstbeschrieben.[4] Das Epitheton ehrt den französischen Botaniker Esprit Requien (1788–1851), der Bentham auf diese Art aufmerksam machte. Synonyme für Mentha requienii sind Audibertia parviflora (Req.) Nyman, Audibertia pusilla Benth., Menthella obovata Gand., Menthella requienii (Benth.) Pérard, Pulegium parviflorum (Req.) Samp., Thymus corsicus Moris (ein formal ungültiger Name), Thymus parviflorus Req.[5][6] In anderen Quellen wird auch der Name Mentha insularis Req. als Synonym geführt.[3]

Nutzung

Die Korsische Minze wird selten als Zierpflanze für Steingärten und Alpinhäuser genutzt. Sie ist mindestens seit dem 19. Jahrhundert in Kultur.

Korsische Minze ist die Grundlage des Likörs Crème de Menthe.

Belege

Related Articles

Wikiwand AI