Kossów
Siedlung in Polen
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Kossów (bis 2000 Kosów) ist eine ehemalige Stadt, jetzt eine Ortschaft mit einem Schulzenamt der Landgemeinde Radków im Powiat Włoszczowski der Woiwodschaft Heiligkreuz in Polen.
| Kossów | ||
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| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Heiligkreuz | |
| Powiat: | Włoszczowski | |
| Gmina: | Radków | |
| Geographische Lage: | 50° 42′ N, 20° 2′ O | |
| Einwohner: | 227 (2021) | |
| Postleitzahl: | 29-135 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 34 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TLW | |
Geschichte
Der Ort Cossow wurde im Jahr 1381 erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten Beweise für Stadtrechte stammen aus dem Jahr 1385: cives seu communitas de Quilina, Cosow (Stadtbürger von Kossów, die auf dem Grund des Dorfs Kwilina gegründet wurde).[1] Der besitzanzeigende Ortsname ist vom Personennamen Kos oder Kosz (im Polnischen kos ist auch Amsel) abgeleitet.[2]
Die Stadt gehörte administrativ zum Kreis Lelów in der Woiwodschaft Krakau in der Adelsrepublik Polen-Litauen. Die Pfarrei von Kossów umfasste um das Jahr 1600 außer der Stadt nur die Ortschaft Kwilina. Die Kirche wurde im bischöflichen Bericht als von Ketzern profaniert beschrieben.[1][3]
In der Dritten Teilung Polens wurde Kossów 1795 mit Westgalizien an das Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs angeschlossen. 1809 kam es ins Herzogtum Warschau und 1815 ins neu entstandene russisch beherrschte Kongresspolen. 1869 verlor der Ort das Stadtrecht.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam Kossów zu Polen. Im Zweiten Weltkrieg gehörte es zum Distrikt Radom im Generalgouvernement. Gleich zum Beginn des deutschen Überfalls fand unweit der Ortschaft die Schlacht bei Mokra statt, bei welcher die deutsche 4. Panzer-Division von einer polnischen Kavallerie-Brigade gestellt und geschlagen wurde.
Von 1975 bis 1998 gehörte Kossów zur Woiwodschaft Częstochowa.
Sehenswürdigkeiten
Weblinks
- Kossów (5). In: Filip Sulimierski, Władysław Walewski (Hrsg.): Słownik geograficzny Królestwa Polskiego i innych krajów słowiańskich. Band 4: Kęs–Kutno. Walewskiego, Warschau 1883, S. 471 (polnisch, edu.pl).
- Kossów. In: Filip Sulimierski, Władysław Walewski (Hrsg.): Słownik geograficzny Królestwa Polskiego i innych krajów słowiańskich. Band 15, Teil 2: Januszpol–Wola Justowska. Walewskiego, Warschau 1902, S. 135 (polnisch, edu.pl).
- Kossów, pow. włoszczowski. In: Filip Sulimierski, Władysław Walewski (Hrsg.): Słownik geograficzny Królestwa Polskiego i innych krajów słowiańskich. Band 15, Teil 2: Januszpol–Wola Justowska. Walewskiego, Warschau 1902, S. 738 (polnisch, edu.pl).

