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152 mm Artilleriegeschoss 2K25 Krasnopol

kanonenverschossene präzisionsgelenkte Artilleriegranate aus russischer Produktion From Wikipedia, the free encyclopedia

2K25 Krasnopol ist ein gelenktes Artilleriegeschoss mit Kaliber 152 oder 155 mm aus Russland.

Schnelle Fakten Allgemeine Angaben, Technische Daten ...
152 mm Artilleriegeschoss 2K25 Krasnopol
2K25 Krasnopol

2K25 Krasnopol
Allgemeine Angaben
Typ gelenktes Artilleriegeschoss
Heimische Bezeichnung 2K25 Krasnopol (3ВОФ39/3OF39)
GRAU-Index 2K25 Krasnopol
Herkunftsland Sowjetunion Sowjetunion / Russland Russland
Hersteller Ischmasch & KBP
Entwicklung 1987
Indienststellung 1995
Einsatzzeit im Dienst
Stückpreis 37.000–75.000 USD
Technische Daten
Länge 0,96–1,305 m
Durchmesser 152/155 mm
Gefechtsgewicht 45–51,3 kg
Antrieb Feststoffraketentriebwerk
Reichweite 20–25 km
Ausstattung
Lenkung IMU
Zielortung passive Laser-Zielsuchlenkung
Gefechtskopf 20,5 kg Splittergefechtskopf
Zünder Aufschlagzünder
Waffenplattformen 152-mm-Artillerie
155-mm-Artillerie
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Entwicklung

Die Entwicklung des 2K25 Krasnopol begann in der Sowjetunion im Jahr 1987. Entwickelt wurde Krasnopol im Konstruktionsbüro für Gerätebau (KBP) und bei Ischmasch NPO. Erstmals wurde Krasnopol 1993 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ersten Exemplare wurden 1995 an die Streitkräfte Russlands ausgeliefert. Danach wurde das Geschoss auch auf dem Exportmarkt angeboten. Der Vertrieb geschieht heute durch Rostec und Rosoboronexport.[1][2][3]

Varianten

  • 2K25 Krasnopol (3OF39): 1. Serienversion für Rohrkaliber 152 mm. Maximale Schussdistanz 20–22 km.
  • 2K25M Krasnopol-M (3OF39M): Version für Rohrkaliber 155 mm. Maximale Schussdistanz 22–25 km.
  • 2K25M1 Krasnopol-M1 (3OF39M1): 2. Serienversion für Rohrkaliber 152 mm, mit kürzerem Geschossmantel sowie neuer Software. Maximale Schussdistanz 22–25 km.
  • Krasnopol-D: Version für Rohrkaliber 152 mm. Mit GNSS-Lenksystem. Maximale Schussdistanz rund 40 km.[4][5][6]

Aufbau

2K25 Krasnopol verwendet die gelenkte 3OF39-Geschosse. Diese sind je nach Version 0,96–1,305 m lang und wiegt 45–50,8 kg in schussbereitem Zustand. Der lange, spitzkegelige Stahlmantel hat einen Durchmesser 152 oder 155 mm. Das Geschoss ist in mehrere Sektionen aufgeteilt: Die Geschossspitze ist mit einer Schutzhaube abgedeckt. Hinter der transparenten Geschossspitze befindet sich der passive Laser-Zielsuchkopf. Dahinter ist die Lenkeinheit untergebracht. Diese besteht aus der Elektronik mit der IMU. Weiter sind hier ein Gasgenerator mit Turbogenerator und Batterien für die Elektrizitätsversorgung verbaut. Ebenso sind hier die Aktoren sowie vier ausklappbaren Steuerflächen untergebracht. Dahinter folgt der Zünder sowie der 20,5 kg wiegende Gefechtskopf, der 6,4 kg A-IX-2 enthält. Im Heck des Geschosses sind vier Feststoffraketentriebwerke verbaut. Zwischen diesen sind je nach Version 4–6 ausklappbare Stabilisierungsflächen untergebracht.[7][8]

Weitere Informationen Lenkflugkörper, 2K25 Krasnopol ...
Kenngrößen Krasnopol-Geschosse
Lenkflugkörper 2K25 Krasnopol 2K25 Krasnopol-M 2K25M1 Krasnopol-M1 Krasnopol-D
Geschoss 3OF39 3OF39M 3OF39M1 unbek.
Durchmesser 152 mm 155 mm 152 mm
Länge 1,305 m 0,96 m
Gewicht 50,8 kg 51,3 kg 45 kg unbek.
Gefechtskopf 20,5 (6,4 kg A-IX-2) 22 kg (8,5 kg A-IX-2) unbek.
V0 830 m/s unbek.
Lenkung/Zielortung passive Laser-Zielsuchlenkung GNSS
Streukreisradius 1 m 5–10 m
Max. Schussdistanz 20–22 km 22–25 km ~40 km
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Funktion

Da mit 2K25 Krasnopol Geschosse in den Kalibern 152 oder 155 mm angeboten werden, können die Geschosse mit einer Vielzahl von östlichen und westlichen Geschützen wie z. B. die 2A65 Msta-B, 2S19 Msta-S, 2S44 Giazint-K, G5, M109, AHS Krab usw. eingesetzt werden. Dabei werden Schussdistanzen von minimal 3 bis maximal 25 km erzielt. Krasnopol kann gegen stationäre Ziele sowie gegen bewegliche Ziele, die sich mit bis zu 36 km/h fortbewegen, eingesetzt werden. Krasnopol verwendet Laser mit modulierten und codierten Frequenzen. Damit können mehrere 3OF39-Geschosse gleichzeitig verschiedene Ziele bekämpfen. Werden mehrere Geschosse auf die gleiche Frequenz fixiert, kann ein Ziel zeitgleich mit mehreren Geschossen beschossen werden.[7][8][9]

Ziele werden durch einen vorgeschobenen Artilleriebeobachter ausgemacht. Dazu verwenden sie die Laserzielmarkierer vom Typ 1D15, 1D20, 1D22 oder 1D26. Weiter stehen auch Laserzielmarkierer aus Frankreich und anderen Staaten zur Verfügung. Ebenso können Ziele von unbemannten Luftfahrzeugen markiert werden. Mit dem Laserzielmarkierer werden die Koordinaten des Ziels ermittelt und über ein Datenlink an das Artilleriegeschütz gesendet. Dort wird am 3OF39-Geschoss der Zünder eingestellt und am Geschossboden die Schutzabdeckungen entfernt. Danach kann das Geschoss wie ein herkömmliches Artilleriegeschoss geladen werden. Dazu wird es in das Geschützrohr geschoben. Dann werden die Treibladungen ZhN-546 oder Zh-546U geladen und die Ladungskammer geschlossen. Wenige Sekunden nach dem Abschuss zünden die Raketentriebwerke im Geschossheck und sorgen für einen Geschwindigkeitszuwachs. Danach werden die Steuer- und Stabilisierungsflächen ausgeklappt sowie die Schutzhaube von der Geschossspitze abgesprengt. Das 3OF39-Geschoss folgt nun wie ein herkömmliches Artilleriegeschoss einer ballistischen Flugbahn (Wurfparabel). Hat das Geschoss den Scheitelpunkt der Wurfparabel erreicht, wird der Laser-Zielsuchkopf aktiviert. Der Artilleriebeobachter muss jetzt das Ziel kontinuierlich mit dem Laser markieren. Dabei sucht der Laser-Zielsuchkopf im 3OF39-Geschoss ein elliptisches Gebiet von 2,5 × 1,5 km nach der Lasermarkierung ab. Wurde die Markierung erfasst, verlässt das Geschoss die ballistische Kurve und steuert mithilfe der Steuerflächen auf den markierten Zielpunkt zu. Dabei sorgen die Stabilisierungsflächen für genügend Auftrieb, dass der Rest der Flugbahn im Gleitflug zurückgelegt wird. Das 3OF39-Geschoss detoniert beim Einschlag im Ziel oder mit einer kurzen Verzögerung. Dabei wird ein Streukreisradius von rund 1 m erreicht.[7][8][10][11][12][13]

Einschränkungen im Einsatz ergeben sich durch eine niedrige Wolkendecke, enge Täler und natürlichen oder künstlichen Nebel, Bäume und Gebäude, welche das Ziel verdecken oder das Erkennen der Lasermarkierung erschweren oder verhindern.[1][10][12]

Kriegseinsätze

Krasnopol wurde während der Konflikte in Syrien, Tschetschenien, Dagestan, Georgien, Libyen und in der Ukraine eingesetzt.

Verbreitung

Literatur

  • Leland Ness & Anthony G. Williams: Jane’s Ammunition Handbook 2006–2007, Fifteenth Edition. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2006, ISBN 0-7106-2746-7.
  • Nikolay Spasskiy: Russia's Arms & Technologies The XXI Century Encyclopedia Vol. 12 - Ordnance and Munitions. A & T Publishing House / Oruzhie i tekhnologii, Russland, 2006, ISBN 978-5-93799-023-5.

Einzelnachweise

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