Kreisgerichtshof für den Schwarzwaldkreis

im Königreich Württemberg von 1819 bis 1869 eines der vier und danach eines der acht Mittelgerichte From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Königliche Gerichtshof für den Schwarzwaldkreis in Tübingen (auch Kreisgerichtshof Tübingen) war von 1819 bis 1869 eines der vier und danach eines der acht Mittelgerichte im Königreich Württemberg.

Geschichte

Gerichtshof für den Schwarzwaldkreis

Durch das Kreisedikt von 1817 wurde das Königreich Württemberg in vier Kreise eingeteilt, darunter der Schwarzwaldkreis. Mit der Verordnung, einige Veränderungen in dem Wirkungskreise der Provinzial-Gerichthöfe betreffend vom 9. Oktober 1818 wurde angeordnet, dass ab dem 1. Januar 1819 in jedem der Kreise ein Gerichtshof eingerichtet werden sollte. So entstand der Gerichtshof für den Schwarzwaldkreis, dessen Sprengel der Schwarzwaldkreis bildete.[1]

Nachgelagert waren folgende Gerichte:

Weitere Informationen Gericht, Klasse ...
Gericht Klasse Sitz Sprengel
Oberamtsgericht Balingen1. KlasseBalingenOberamt Balingen
Oberamtsgericht Calw2. KlasseCalwOberamt Calw
Oberamtsgericht Freudenstadt2. KlasseFreudenstadtOberamt Freudenstadt
Oberamtsgericht Herrenberg2. KlasseHerrenbergOberamt Herrenberg
Oberamtsgericht Horb2. KlasseHorbOberamt Horb
Oberamtsgericht Nagold2. KlasseNagoldOberamt Nagold
Oberamtsgericht Neuenbürg2. KlasseNeuenbürgOberamt Neuenbürg
Oberamtsgericht Nürtingen2. KlasseNürtingenOberamt Nürtingen
Oberamtsgericht Oberndorf2. KlasseOberndorf am NeckarOberamt Oberndorf
Oberamtsgericht Reutlingen1. KlasseReutlingenOberamt Reutlingen
Oberamtsgericht Rottenburg1. KlasseRottenburg am NeckarOberamt Rottenburg
Oberamtsgericht Rottweil1. KlasseRottweilOberamt Rottweil
Oberamtsgericht Spaichingen3. KlasseSpaichingenOberamt Spaichingen
Oberamtsgericht Sulz3. KlasseSulz am NeckarOberamt Sulz
Oberamtsgericht Tübingen1. KlasseTübingenOberamt Tübingen
Oberamtsgericht Tuttlingen2. KlasseTuttlingenOberamt Tuttlingen
Oberamtsgericht Urach2. KlasseBad UrachOberamt Urach
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[2]

Auflösung

Durch das Gesetz über die Gerichtsverfassung vom 13. März 1868 wurden im Königreich Württemberg acht Kreisgerichtshöfe gebildet, also für jeden Kreis zwei Gerichte. Die Hälfte des Sprengels des Tübinger Kreisgerichtshof (die Oberamtsgerichte Balingen, Freudenstadt, Horb, Oberndorf, Rottweil, Spaichingen, Sulz und Tuttlingen[3]) wurde damit dem Kreisgerichtshof Rottweil zugeordnet. Die Änderungen traten zum 1. Februar 1869 in Kraft. 1879 wurden reichweit einheitlich Landgerichte gebildet, damit wurde der Kreisgerichtshof aufgelöst und das Landgericht Tübingen gebildet.

Sitz

Von 1819 bis 1829 hatte Kreisgericht seinen Sitz am heutigen Holzmarkt (damals Hafenmarkt) an der Ecke zur Neuen Straße. Das Gebäude wurde 1829 durch einen Neubau ersetzt. Etwa 50 Jahre später war der Neubau zu klein geworden und das Kreisgericht zog in ein umgebautes, ehemaliges Gasthofsgebäude in der Wilhelmstraße (Ecke Brunnenstraße) nahe der Universität Tübingen.

Richter

  • August Friedrich Batz (Direktor von 1819 bis 1821)

Literatur

Einzelnachweise

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