Kreuzstein (Bad Ischl)
Kruzifix auf einem Felsen in Bad Ischl (116486)
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Der Kreuzstein ist ein Felsen in der Traun bei Bad Ischl im oberösterreichischen Salzkammergut. Er trägt ein Kruzifix.
| Kreuzstein | ||
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| Gewässer | Traun | |
| Geographische Lage | 47° 43′ 3,28″ N, 13° 37′ 51,09″ O | |
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| Länge | 11 m | |
| Breite | 6 m | |
| Fläche | 0,005 ha | |
| Höchste Erhebung | 4 m 464 m ü. A. | |
Lage
Der Felsblock befindet sich unweit flussabwärts der Stadt, zwischen Ischlerachen- und Rettenbach-Mündung am Fuß des Jainzenbergs. Er liegt zwischen den Stadtteilen Rettenbach und Roith (Katastralgemeinde Jainzen), im Bereich der Anschlussstelle Bad Ischl-Mitte/Ost der Wolfgangsee Straße (B158) an die Salzkammergutstraße (B145), unterhalb der B145-Traunbrücke mitten im hier etwa 30 m breiten Fluss.
Der Stein misst etwa 11 × 6 Meter und ragt um die 4 Meter über den Normalwasserstand.[1]
Geologie und Hydrographie
Der Felsen ist kein alter Bergsturz vom Jainzenberg,[2] sondern – wie der Einsiedlerstein am Siriuskogel – ein erratischer (ortsfremder) Block, ein Findling des Traungletschers respektive ein in nacheiszeitlichen Extremhochwässern hierher verfrachteter Geschiebeblock aus dem Inneren Salzkammergut, der tiefgründiger im Flussbett liegt.[3][4]
Bei Starkhochwasser der Traun kann der Stein vollständig überspült werden, was beim Jahrhundertereignis 2013 fast geschah.[1][5]
Geschichte
Ursprünglich hieß der Felsen Kohl[en]stein (der Kreuzstein befand sich flussabwärts bei Weißenbach),[2][6][7] sein jetziger Name bürgerte sich erst im späteren 19. Jahrhundert ein. Er bildete ein Hindernis in der Traun-Schifffahrt,[2] und auch eine Staubarriere für die Stadt: Eine alte Sage erzählt, der Teufel hätte den Stein in die Traun geworfen, um die Stadt unter Wasser zu setzen.[8][7]
Der Stein galt in der Zeit der Sommerfrische in der Kaiserstadt als reizvoller Anblick, der in vielen Darstellungen erhalten ist.[9][10][11] Durch den Neubau der Anschlussstelle B145/B158 in den 1970ern hat er heute eine recht unattraktive Lagesituation.
Die aus Zinn gefertigte Heilandsfigur des übermannshohen Kruzifixes war original im Inkarnat gefasst,[10] und ist erst seit dem späteren 19. Jahrhundert vergoldet. Das Kruzifix steht unter Denkmalschutz. 2007/2008 wurde das Kreuz mit Unterstützung durch den Ischler Heimatverein aufwändig restauriert.[12][13][14]
Literatur
- Heinrich Neureiter: Der Kreuzstein – ein Wahrzeichen Ischls. In: Mitteilungen des Ischler Heimatvereines, Folge 27, Bad Ischl 2008, S. 44–46.
- Fr. Nöbauer: Bad Ischl in Sage und Legende. E. Mänhard's Nachfolger, Gmunden - Bad Ischl, S. 59 (landesbibliothek.at – Altes Foto (1934)).
