Kriegsordnung

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Eine Kriegsordnung bezeichnet historisch eine militärische Schrift, die interne und damit auch teilweise geheime Informationen über verschiedene Aspekte eines Heers beinhaltet, so unter anderem über deren Kriegsführung, Hierarchie, Ökonomie und Organisation, über Feldlager, zu Rechten, Pflichten und Besoldung der Angehörigen der Armee und auch zu juristischen Fragen wie der Durchführung von Kriegsprozessen.[1] Solche „Kriegsordnungen“ stellen eine um 1527 ohne Angabe der Verfasser (Michael Ott von Echterdingen und sein Adjutant Jacob Preuß, der Zeugmeister des Kurfürsten von Sachsen), Ort und Jahr erschienene Schrift Kriegsordnung[2][3] (gedruckt auch mit abweichendem Titel) und eine etwa eine 1586 fertiggestellte, 1590 oder eher erstmals gedruckte Schrift von Adam Junghans[4] dar. 1559 erschienen von Reinhard zu Solms herausgegebene, ab 1544 verfasste Kriegsordnungen, darunter eine Burgundische Kriegsordnung.[5]

Siehe auch

Literatur

  • Matthias H. Herzer: Wehrpflichten und Heerfolge im Spätmittelalter - Niederadel, Söldner, Stadt- und Landbewohner in den Kriegsordnungen des 15. Jahrhunderts. Zeughausverlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-96360-067-8.
  • Kriegsordnung. In: Vormalige Akademie der Wissenschaften der DDR, Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 7, Heft 10 (bearbeitet von Günther Dickel, Heino Speer, unter Mitarbeit von Renate Ahlheim, Richard Schröder, Christina Kimmel, Hans Blesken). Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1983, OCLC 832567164, Sp. 1561 (adw.uni-heidelberg.de).
  • Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz (Hrsg.): Die Kriegsordnung des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1490–1568). 6. September 2011 (staatsbibliothek-berlin.de (Memento vom 5. Juni 2015 im Internet Archive) [PDF]).

Einzelnachweise

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