Kristine M. Larson

US-amerikanische Geophysikerin und emeritierte Professorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Kristine Marie Larson (* in Santa Barbara, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Geophysikerin und emeritierte Professorin an der University of Colorado Boulder. Sie ist vor allem für ihre Beiträge zu hochauflösenden GPS-Datenanalysen in der Geodäsie bekannt.

Kristine M. Larson (2014)

Leben und Wirken

Larson wurde in Santa Barbara, Kalifornien, geboren, wuchs aber in San Diego auf. Sie erwarb an der Harvard University einen Bachelor in Ingenieurwissenschaften und 1990 an der Scripps Institution of Oceanography einen Ph.D. in Geophysik. Von 1990 bis 2018 hatte sie an der University of Colorado Boulder eine Professur für Raumfahrtingenieurwissenschaften inne. Nach ihrer Emeritierung war sie noch von 2022 bis 2024 am Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn tätig.

Larson trug wesentlich zur Entwicklung hochauflösender GPS-Datenanalysen bei, unter anderem zum Nachweis der Verschiebung tektonischer Platten oder der Fließgeschwindigkeit von Gletschern, dann aber auch seismischer Wellen und zur Tsunami-Warnung. Weitere Verdienste Larsons liegen auf dem Gebiet der Hydrogeodäsie, wo sie nachwies, dass mittels GPS-Daten (GNSS-R) der Feuchtigkeitsgehalt der oberen Bodenschichten bestimmt werden kann, genau wie der Flüssigkeitsgehalt von Vegetationen oder die Dicke von Schneeschichten. Die dazu verwendete Software ist Open Source, die Geräte können für weniger als 150 Euro nachgebaut werden.[1] Weitere GPS-Anwendungen, die von Larson und Mitarbeitern eingeführt wurden, sind Messungen des Tidenhubs und der Höhe des Meeresspiegels oder der Dichte von Wolken aus Vulkanasche.

Kristine Larson hat laut Google Scholar einen h-Index von 72,[2] laut Datenbank Scopus einen von 60[3] (jeweils Stand Januar 2026).

Larson ist mit dem Raumfahrtingenieur George Rosborough verheiratet.

Auszeichnungen (Auswahl)

Einzelnachweise

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