Krzysztof Kwiatkowski
polnischer Politiker (Platforma Obywatelska), Justizminister Polens (seit 2009)
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Krzysztof Kwiatkowski (* 14. Mai 1971 in Zgierz) ist ein polnischer Politiker (PC, AWS, PO). Er war von Oktober 2009 bis November 2011 Justizminister im Kabinett Tusk I. Er gehörte von 2011 bis 2013 dem Sejm in dessen VII. Wahlperiode an. Von 2077 bis 2011 war er Mitglied im Senat der Republik Polen an, was er seit 2019 erneut ist. Von 2013 bis 2019 war er Präsident des Obersten Rechnungshofes Najwyższa Izba Kontroli.

Leben und Beruf
Kwiatkowski begann das Studium von Recht und Verwaltung an der Universität Łódź. Für zwei Jahre musste er sein Studium unterbrechen, da er an Krebs erkrankt war. Nach Operationen und einer Chemotherapie schloss er sein Studium im Jahr 2001 an der Universität Warschau ab.[1][2] Von 1997 bis 2001 war er im Sekretariat des Ministerpräsidenten Jerzy Buzek tätig und dessen persönlicher Sekretär.[2] 2002 arbeitete er an der privaten Hochschule Akademia Polonijna in Częstochowa.
Krzysztof Kwiatkowski ist geschieden und hat zwei Söhne.[3]
Politik
Während seines Studiums engagierte Kwiatkowski sich im Unabhängigen Studentenverband NZS und war Mitglied des nationalen Vorstandes. Er gehörte zunächst dem Porozumienie Centrum (PC) an, das sich ab 1997 am Wahlbündnis Akcja Wyborcza Solidarność (AWS) beteiligte. In der AWS leitete er die Jugendorganisation.
Bei den Selbstverwaltungswahlen 1994 wurde er für das PC in den Stadtrat von Zgierz gewählt und bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 für die AWS in den Rat des Powiats Zgierski.[4] Bei der Parlamentswahl 1997 kandidierte er ebenso erfolglos für die AWS zum Sejm,[5] wie 2001, als die AWS mit 5,6 % an der 8-%-Hürde für Wahlbündnisse scheiterte.[6]
2002 wurde er zum stellvertretenden Stadtpräsident von Zgierz gewählt und war als dieser bis 2006 tätig war.[2] Seine Pflichten in Zgierz unterbrach er 2004 für die Wahlkampagne Buzeks für die Europawahl 2004.[7] Im selben Jahr schloss er sich der Platforma Obywatelska (PO) an. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2006 wurde er für die PO in den Sejmik der Woiwodschaft Łódź gewählt.[8] Dort war er bis 2007 stellvertretender Vorsitzender.[4] Im selben Jahr bewarb er sich für die PO um das Amt des Stadtpräsidenten von Łódź und unterlag in der Stichwahl mit 44,3 % der Stimmen Amtsinhaber Jerzy Kropiwnicki (ZChN).[9]
Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen 2007 gelang Kwiatkowski für die PO mit 164.151 Stimmen im Wahlkreis Łódź der Einzug in den polnischen Senat.[10][4] Im Senat war er zunächst Vorsitzender des Legislativausschusses. Im Februar 2009 wurde er zum stellvertretenden Justizminister ernannt.[11] Am 13. Oktober 2009 wurde Krzysztof Kwiatkowski von Donald Tusk zum Justizminister ernannt, nachdem sein Vorgänger Andrzej Czuma wegen einer Glücksspielaffäre entlassen worden war.[12] Bei den Parlamentswahlen 2011 wurde er in den Sejm gewählt[13] und schied aus der Regierung aus. Im Juli 2013 wählte der Sejm ihn zum Präsidenten des Obersten Rechnungshofes Najwyższa Izba Kontroli.[14] In der Folge legte er sein Sejmmandat nieder[15] und trat auch aus der PO aus. 2019 trat er von dem Amt als Rechnungshofpräsident zurück, um erneut für den Senat kandidieren zu können.[16] In der Folge wurde er im selben Jahr als unabhängiger Kandidat der bürgerlichen Oppositionsparteien in den Senat gewählt.[17] Dort wurde er erneut Vorsitzender des Legislativausschusses. Im Januar 2020 wählte der Senag ihn in den Krajowa Rada Sądownictwa. 2021 sprach er sich gegen die Wahl des PiS-Abgeordneten Bartłomiej Wróblewski zum polnischen Menschenrechtsbeauftragten aus und kündigte an, dass der Senat mit seiner oppositionellen Mehrheit die Wahl verhindern werde.[18] 2023 wurde er für den oppositionellen „Pakt senacki“ wiedergewählt.[19] Er wurde erneut Vorsitzender des Legislativausschusses und des Krajowa Rada Sądownictwa. Im Februar 2024 trat er erneut der PO bei.
Ehrungen
- 2011 Komturkreuz mit Stern des Ungarischen Verdienstordens[20]
- 2019 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen V. Klasse[21]