Kunststoffhammer

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Der Kunststoffhammer (oder auch Schonhammer) ist ein Hammer, dessen Köpfe aus Kunststoff (z. B. Nylon) sind. Er dient oft dem Positionieren und Ausrichten von Maschinen oder montierten Werkstücken und dem Bearbeiten weicher Metalle. Verbreitet ist dieses Werkzeug hauptsächlich in Metallwerkstätten.

Kunststoffhammer
Kunststoffhammer, rückschlagfrei

Der Vorteil dieses Werkzeuges liegt darin, dass es im Gegensatz zum Gummihammer stoßartige Kraft überträgt, aber dennoch das Material des zu positionierenden Stahl- oder Metallwerkstücks nicht beschädigt, was bei einem Hammer mit Stahlkopf der Fall wäre.

Als Sonderbauform gibt es den Antireflexhammer. Durch ein Gewicht in einem Hohlraum im Hammerkopf ist dieser nahezu rückschlagfrei. Als Gewicht werden Sand, Schrotkugeln oder Metallscheiben verwendet. Durch ein elastisch im Hammerkopf als Schwingungstilger eingelassenes Pendelgewicht kann den Rückschlag noch weiter bis zu über einer Größenordnung verringert werden.[1]

Geschichte

Schonhämmer wurden während und kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges in den USA entwickelt[2][3] und etablierten sich schnell als wichtiges Werkzeug in der damals rapide wachsenden Luft- und Raumfahrtindustrie.

Ein früher Antireflexhammer wurde 1948 noch mit einem beweglichen Zylinder,[4] 1952 dann mit Schrot gefüllt patentiert.[5] 1963 kombinierte A. F. Bianchini die beiden Konzepte, indem er in seinem Patent die Enden des Hammers zusätzlich mit anschraubbaren Schlageinsätzen versah.[6]

Heutzutage ist die am meisten verbreitetste Variante die nach J. Norcross aus dem Jahr 1969, mit einem Kopf bestehend aus einer mit Kunststoff oder einem Metall umgossenen und mit Schrot gefüllten Hülse.[7]

Einzelnachweise

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