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Kunstverein Nürnberg

deutscher Kunstverein From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft ist der älteste Kunstverein Deutschlands.

Ehem. Milchhofverwaltungsgebäude, in dem der Kunstverein seit 2003 Ausstellungsräume unterhält

Geschichte

Am 13. Oktober 1792 wurde in Nürnberg als einziger Kunstverein für viele Jahre die Kunst-Societät (Kunst-Gesellschaft) gegründet. Aus ihr ging der Verein von Künstlern und Kunstfreunden hervor. 1830 schloss er sich mit dem 1818 gegründeten Albrecht-Dürer-Verein zusammen und trägt seither „den Namen des wichtigsten Künstlers der Stadt in seinem Titel“. Nachfolgeorganisation ist seit 1964 die Albrecht Dürer Gesellschaft.

Der Verein widmete sich zunächst der Betrachtung einzelner Kunstwerke und der Kunstkritik. Er bemühte sich um Verbesserungen für die Akademie der Bildenden Künste und bezog auch die Denkmalpflege ein. Mit Ausstellungen und begleitenden Veranstaltungen präsentiert und vermittelt er substantielle Positionen der zeitgenössischen Kunst.

„Die Albrecht-Dürer-Gesellschaft ist der älteste deutsche Kunstverein. 1792 gegründet, dient die Gesellschaft nur gemeinnützigen Zwecken. Ihr Ziel ist, die bildende Kunst in der Stadt Albrecht Dürers zu fördern. Es sollte deshalb für alle Freunde der Kunst ehrenvolle Verpflichtung sein, Mitglied zu werden. Ein Kunstverein, der erstmals Johann Wolfgang von Goethe und den Zaren von Russland zu seinen Mitgliedern zählen durfte, ist es wohl wert, einen neuen Aufschwung zu erleben, um seine kulturellen Ziele zu erreichen.“

– Roland Graf von Faber-Castell[1]

Sitz des Vereins war seit 1973 das Pilatushaus, von 1991 bis 2003 war er im Anwesen Füll 12 untergebracht. Seit 2003 befinden sich die Ausstellungsräume im Milchhof, in einem vom Architekten Otto Ernst Schweizer realisierten Verwaltungsbau.

2011 wurde dem Verein der Preis für Kunstvereine verliehen, der gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine und der Kunstmesse Art Cologne vergeben wird, 2017 der Preis der Stadt Nürnberg.

Literatur

  • Mitglieder-Verzeichniss des Albrecht-Dürer-Vereins zu Nürnberg am 30. Juni 1838. Campesche Officin (Druck), Nürnberg 1838, OCLC 165695234, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10678211-3 (31 S., Scan in der Google-Buchsuche – URN für Scan im MDZ).
  • Wilhelm Schwemmer: Aus der Geschichte der Albrecht-Dürer-Gesellschaft. Albrecht-Dürer-Gesellschaft E. V., Nürnberg 1942; 1970, OCLC 634964399 (12 S.).
  • Siegfried Kett: Das Nürnberger Künstlerhaus. Eine Stadtgeschichte von 1867–1992. Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg 1992, ISBN 3-920701-89-5 (164 S.).
  • Matthias Mende: Im Namen Dürers. Druckgraphische Jahresblätter des Albrecht-Dürer-Vereins in Nürnberg 1833–1874. Hrsg. von den Stadtgeschichtlichen Museen Nürnberg und der Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung e. V., Nürnberg. Carl, Nürnberg 1992, ISBN 3-418-00362-1 (251 S.).

Einzelnachweise

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