Kupfer(I)-bromid

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Kupfer(I)-bromid ist ein Kupfersalz des Bromwasserstoffs mit der Verhältnisformel CuBr. Kupfer besitzt hierbei die Oxidationsstufe +1.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
_ Cu+ 0 _ Br
Allgemeines
Name Kupfer(I)-bromid
Verhältnisformel CuBr
Kurzbeschreibung

rein weiße Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7787-70-4
EG-Nummer 232-131-6
ECHA-InfoCard 100.029.210
PubChem 24593
ChemSpider 22995
Wikidata Q417906
Eigenschaften
Molare Masse 143,45 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,98 g·cm−3[2][3]

Schmelzpunkt

492 °C[2][3]

Siedepunkt

1345 °C[2][3]

Löslichkeit

schwerlöslich in Wasser[1]

Brechungsindex

2,117[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[5]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302+312315318410
P: 264273280301+312302+352+312305+351+338[5]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Darstellung

Kupfer(I)-bromid kann durch die Reaktion elementaren Kupfers mit Bromwasserstoffsäure hergestellt werden. Dazu wird elementares Kupfer mit einer etherischen Lösung von HBr umgesetzt und das entstehende HCuBr2 mit Wasser zersetzt[6]

Eine weitere Synthesemöglichkeit besteht in der Reduktion von Kupfer(II)-bromid. Als Reduktionsmittel können beispielsweise Sulfitverbindungen dienen.

Diese Reduktion kann auch beim Kochen des Kupfer(II)-bromids in saurer Lösung mit einem Überschuss an Kupfer erfolgen.[3]

Ebenfalls möglich ist die Synthese durch Reaktion von Kupfersulfat-Pentahydrat mit Kaliumbromid und Schwefeldioxid.[1]

Eigenschaften

Das eigentliche Salz ist farblos. Seine grünliche Farbe erhält es durch Verunreinigungen mit Kupfer(II)-Ionen. Kupfer(I)-bromid ist unlöslich in den meisten Lösungsmitteln. Es ist schwerlöslich in Wasser, aber löslich in Halogenwasserstoffsäuren, Salpetersäure und wässrigem Ammoniak. Kupfer(I)-bromid tritt in drei Modifikationen auf. Unterhalb von 391 °C liegt es als γ-CuBr mit einer Kristallstruktur vom Zinkblende-Typ und der Raumgruppe F43m (Raumgruppen-Nr. 216)Vorlage:Raumgruppe/216 (a = 5,691 Å) vor. β-CuBr mit einer Kristallstruktur vom Wurtzit-Typ liegt zwischen 391 °C und 470 °C vor. α-CuBr mit einer kubischen Kristallstruktur oberhalb 470 °C.[1]

Verwendung

Ein Einsatzgebiet von Kupfer(I)-bromid ist die Sandmeyer-Reaktion. Hier wird es als Katalysator zur Synthese von Arylbromiden aus Arylaminen über die entsprechenden Diazoniumsalze eingesetzt.[3] Bei thermischer Anregung erzeugt gasförmiges Kupfer(I)-bromid blaues Licht, das eine höhere Farbsättigung aufweist als das durch Kupfer(I)-chlorid emittierte Licht.[7] Kupfer(I)-bromid ist daher ein geeigneter Emitter für pyrotechnische Leuchtsätze.

Literatur

Einzelnachweise

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