Kupfer(I)-sulfid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Kupfer(I)-sulfid ist eine chemische Verbindung aus Kupfer und Schwefel.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Kupfer(I)-sulfid
_ Cu+ 0 _ S2−
Allgemeines
Name Kupfer(I)-sulfid
Andere Namen

Chalkosin (Mineral)

Verhältnisformel Cu2S
Kurzbeschreibung

geruchloses, blaugraues bis schwarzes, glänzendes Pulver [1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 22205-45-4
EG-Nummer 244-842-9
ECHA-InfoCard 100.040.751
PubChem 10130093
Wikidata Q425127
Eigenschaften
Molare Masse 159,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,6 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

1100 °C [1]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
MAK

0,1 mg·m−3 [1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Kupfer(I)-sulfid kommt in der Natur in Form des monoklin kristallisierenden Minerals Chalkosin (auch Kupferglanz) und des tetragonal kristallisierenden Minerals Wuyanzhiit (IMA 2017-081)[3] vor.

Gewinnung und Darstellung

Kupfer(I)-sulfid kann bei erhöhter Temperatur im Vakuum aus den Elementen Kupfer und Schwefel gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Kupfer(I)-sulfid ist ein blauer bis blaugrauer Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Er ist sehr schwer löslich in Salzsäure.

Die Verbindung Cu2S ist trimorph. Die bei Temperaturen bis 103 °C vorliegende α-Form Chalkosin (auch Tief-Chalkosin) hat eine monokline Symmetrie mit der Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14 und den Gitterparametern a = 15,25 Å, b = 11,88 Å, c = 13,49 Å und β = 116,3° bei 48 Formeleinheiten pro Elementarzelle. Darüber liegt die β-Form als Hoch-Chalkosin mit hexagonaler Symmetrie in der Raumgruppe P63/mmc (Nr. 194)Vorlage:Raumgruppe/194 und den Gitterparametern a = 3,95 Å und c = 6,75 Å sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle vor. Eine dritte Modifikation tritt in tetragonaler Symmetrie auf und wurde bereits 1971 durch Clark und Sillitoe als tetragonaler Chalcosin beschrieben, allerdings mit Kupferunterschuss und der Formel Cu1,96S.[5] Seit Dezember 2017 ist tetragonal kristallisierendes Cu2S unter dem Namen Wuyanzhiit als Mineral anerkannt.[3]

Die Bildungsenthalpie von Kupfer(I)-sulfid beträgt −79,5 kJ/mol.[4]

Verwendung

Kupfer(I)-sulfid wird als Farbstoff für Anstriche (Schwarzfärbung zusammen mit Kupfer(I)-oxid) und zur Herstellung von Nanokristallschichten verwendet.

Einzelnachweise

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