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Kupfer(I)-thiocyanat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Kupfer(I)-thiocyanat ist eine anorganische chemische Verbindung des Kupfers aus der Gruppe der Thiocyanate.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Kupferthiocyanat
_ Cu 0 _ S 0 _ C 0 _ N
Allgemeines
Name Kupfer(I)-thiocyanat
Andere Namen
  • Kupferrhodanid
  • Kupferthiocyanat
Verhältnisformel CuSCN
Kurzbeschreibung

weißlicher geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1111-67-7
EG-Nummer 214-183-1
ECHA-InfoCard 100.012.894
PubChem 11029823
Wikidata Q4395668
Eigenschaften
Molare Masse 121,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

2,84 g·cm−3[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
EUH: 032
P: 273​‐​391​‐​501[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Kupfer(I)-thiocyanat kann durch Reaktion von Kupfersulfat, Kupferpulver und Kaliumthiocyanat bei 70 °C in eutektischen Lösungsmitteln (DES) gewonnen werden.[5]

Die Verbindung kann auch durch Reaktion von Alkalimetallthiocyanaten mit Kupfer(I)-chlorid bei 80–90 °C oder mit Kupfer(II)-sulfatlösungen in Gegenwart von Sulfiten gewonnen werden.[6]

Eigenschaften

Kupfer(I)-thiocyanat ist ein weißlicher geruchloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Er zersetzt sich bei Erhitzung über 1084 °C.[1] Er besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pbca (Raumgruppen-Nr. 61)Vorlage:Raumgruppe/61.[7] Es ist jedoch auch noch eine weitere Modifikation bekannt.[8] Die Verbindung ist ein Halbleiter mit einer Bandlücke von etwa 3,6 eV.[9]

Verwendung

Kupfer(I)-thiocyanat wird als Flammschutzmittel eingesetzt. Es ist ein gutes anorganisches Pigment und wird als Antifouling-Farbe zum Schutz der Unterwasseroberflächen von Schiffen verwendet. Es dient auch der Herstellung von Industriechemikalien, Pharmazeutika und weiteren Chemikalien.[3] Es kann auch zu quantitativen, gravimetrischen Bestimmung von Kupfer(II) herangezogen werden.[10]

Einzelnachweise

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