Kurt Graf von Schweinitz
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Hans Kurt Rudolf Heinrich Arthur Graf von Schweinitz und Krain Freiherr von Kauder (* 31. August 1930 in Cuxhaven; † 7. Oktober 2024 in London) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Graf von Schweinitz absolvierte eine Berufsausbildung als Exportkaufmann. 1956 trat er in die Bundeswehr ein, durchlief die Offizierausbildung und hatte Verwendungen im Truppendienst.[1]
Von Oktober 1963 bis September 1965 absolvierte Graf von Schweinitz den 6. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[2] Danach war er Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) einer Panzergrenadierbrigade, Bataillonskommandeur eines Panzergrenadierbataillons, Referent im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, Heeresattaché an der Deutschen Botschaft London im Vereinigten Königreich.[1]
Von Oktober 1978 bis März 1980 war Graf von Schweinitz Brigadekommandeur der Panzergrenadierbrigade 13 in Wetzlar.[3.1] Anschließend war er, als Nachfolger von Rudolf Arendt und Vorgänger von Jörn Söder, von April 1980 bis März 1982 Stabsabteilungsleiter II (Militärisches Nachrichtenwesen) im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn[3.2] und von April 1982 bis März 1984 Deutscher Militärischer Vertreter (National Military Representative) im Supreme Headquarters Allied Powers Europe der NATO in Mons in Belgien.[3.3] In seiner letzten Verwendung war er ab April 1984 stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen der 1. Panzerdivision in Hannover.[3.4] Mit Ablauf des März 1986 wurde er in den Ruhestand versetzt.[4] Danach war er schriftstellerisch tätig.
Graf von Schweinitz stammte aus der ehemaligen Adelsgeschlecht Schweinitz, war verheiratet, evangelisch und hatte einen Sohn sowie eine Tochter.[1] Sein Vater war Hans-Hermann Graf von Schweinitz und Krain; Rolf von Uslar war sein Cousin. Er lebte zuletzt in London, wo er 2024 verstarb.
Siehe auch
Schriften
- Notizen im Transit von Krieg und Frieden. Carola Hartmann Miles-Verlag, Berlin 2000, ISBN 978-3-96776-000-2.
- Streifzug durch die Militärsprache. Biblio, Osnabrück 1992, ISBN 978-3-7648-2412-9.
- Die Sprache des deutschen Heeres. Biblio, Osnabrück 1989, ISBN 978-3-7648-1757-2.
Literatur
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 141.