Kurt Meyer (Metallurg)
deutscher Metallurg
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Kurt J. E. Meyer (* 5. August 1911 in Püttlingen/Saar; † 20. Juli 1989 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Chemiker, Metallurge und Industriemanager. Er wurde durch seine Arbeiten zur Aufbereitung und Agglomeration von Eisenerzen bekannt.
Leben und Wirken
Kurt Meyer, Sohn von Maria Meyer, geborener Schneider, und des Lehrers Peter Meyer, studierte in Berlin, Münster und Marburg und absolvierte ein naturwissenschaftliches Studium an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, das er 1935 als Diplom-Chemiker abschloss. 1936 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Im Jahr 1938 trat er in die Lurgi Chemie- und Hüttentechnik GmbH in Frankfurt am Main ein. Ab 1965 war er stellvertretender Direktor, ab 1967 Direktor der Forschungsabteilung. Auf ihn gehen etwa 40 Erfindungen zurück.
Im Jahr 1968 wurde er an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen mit seiner zweiten Dissertation Die Herstellung und Eigenschaften gangartarmer Eisenerzpellets unter Zusatz von Eisenschwamm[1] zum Dr.-Ing. promoviert.
Von 1969 bis zu seinem Ruhestand gehörte Meyer der Hauptgeschäftsführung bzw. der Geschäftsführung aller Lurgi-Gesellschaften an.[2]
1976 wurde er zum Professor ernannt. Sein 1980 veröffentlichtes Buch Pelletizing of Iron Ores wurde ein Standardwerk zur Pelletierung von Eisenerzen.[3]

Kurt Meyer war katholisch, ab 1939 verheiratet mit Elisabeth Meyer, geborener Röttger, und hatte die vier Kinder Peter, Michael, Stephan und Christine.
Ehrungen
- 1978: Georg Agricola-Denkmünze der Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute
- 1983: Carl-Lueg-Denkmünze des Vereins der Deutschen Eisenhüttenleute.
Literatur
- Meyer, Kurt. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 838.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Pelletizing of Iron Ores. Springer Verlag Stahleisen, Berlin/Heidelberg 1980, ISBN 3-540-10215-9.