Kurt Siebenhaar
deutscher Basketballtrainer und -spieler
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Kurt Siebenhaar (* 2. Dezember 1928; † 12. September 2009 in Keltern) war ein deutscher Basketballtrainer und -spieler. Er war Nationalspieler sowie 1968 und 1969 Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft.
Laufbahn
Siebenhaar spielte Basketball beim Turnerbund Heidelberg und gewann Ende der 1940er sowie zu Beginn der 1950er Jahre mit dem Verein mehrfach die deutsche Meisterschaft. Mit der Nationalmannschaft nahm er an den Europameisterschaften 1951, 1953 und 1955 teil.[1] Später spielte er für den USC Heidelberg, mit dem er 1957 und 1958 Meister wurde. 1959 führte er den USC als Trainer zum deutschen Meistertitel. In der Saison 1959/60 war er erneut als Spieler aktiv und gewann nochmals den deutschen Meistertitel. 1961 folgte seine letzte Meisterschaft.
Für seine sportlichen Erfolge wurde er am 15. April 1951 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[2] In den 1950er Jahren arbeitete Siebenhaar an der Entwicklung eines Sichtungskonzeptes für den Deutschen Basketball Bund mit.
1965 wurde er als Nachfolger von Theodor Schober wieder USC-Trainer und führte die Mannschaft zum Meistertitel 1966. Im Februar 1968 verließ er den Trainerposten in Heidelberg und wurde Landestrainer des baden-württembergischen Basketball-Verbandes. Damit war er der erste Landestrainer eines deutschen Regionalverbandes überhaupt.[3] 1968 und 1969 war Siebenhaar zusätzlich Bundestrainer der deutschen Herrennationalmannschaft,[4] trainierte später die B-Nationalmannschaft sowie von 1964 bis 1972 Junioren-Nationalmannschaften.
1985 war Siebenhaar bei der Europameisterschaft in Deutschland als Technischer Direktor im EM-Organisationskomitee tätig.[5]
Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1994 blieb er hauptamtlicher Landestrainer Baden-Württembergs und wirkte im Laufe seines Lebens in zahlreichen Funktionärsaufgaben des Basketballsports mit, insbesondere im Schiedsrichter-, Lehr- und Trainerwesen. 2007 wurde er vom Basketballverband Baden-Württemberg für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet. Seine Neffen Gerhard Heindel und Volker Heindel waren Basketball-Bundesligaspieler.[6]
Kurt Siebenhaar starb am 12. September 2009 im Alter von 80 Jahren in Keltern.
Gedenken
Auszeichnungen und Ehrungen
- 1951: Silbernes Lorbeerblatt[9]
- 1974: Bundesverdienstkreuz am Bande[10]
- 2007: Ehrung durch den Basketballverband Baden-Württemberg